18. September 2016

a roadtrip through austria - Patergassen - Kärnten {travelguide}

Kennt ihr dieses schwere Gefühl, wenn die Hälfte des Urlaubs plötzlich um ist? Meist fühlen sich die ersten Tage, wenn man auf sie zurückblickt, ewig an. Sekunden, die zu Minuten werden und Stunden, die man vollends auskosten kann. Doch plötzlich ist diese Wende gekommen und die Zeiger ticken zusehends eine Spur schneller. Wieder eine Stunde um. Wieder ein Tag vorbei. Das Ende naht. Die Zeit vergeht für mich umso schneller je mehr man an einem Tag unternimmt. Und von den vorangegangenen Travelguides habt ihr ja mitbekommen, dass diese ganz schön vollbepackt waren - mit großen und kleinen Abenteuern. 
Also beschlossen wir, am Endes des Urlaubs einfach mal nichts zu tun. Der Plan ging am Ende doch nicht so auf, weil wir auch die Umgebung unser letzten Destination kennenlernen wollten, aber wir fanden den perfekten Ort für das "Fast-nichts-tun"; das Almdorf Seinerzeit* in Patergassen, Kärnten.


Als wir erschöpft von einer längeren Reise (von Leogang via Kaprun) und nach einem längeren Stau wegen der Sperre eines Tunnels im ebenso vernebelten Kärnten angekommen waren, wurden wir sofort hechelnd von Bruno, dem Haus- und Hofhund begrüßt. Schnell war klar, gegen den komme ich nicht an, denn R schloss ihn sofort in die Arme und ließ ihn die erste Zeit nicht mehr aus den Augen. Auch okay : ).


Nach der herzlichen Begrüßung von allen Seiten, stapften wir in den älteren Teil des Almdorfes, den es bereits seit 20 Jahren gibt, die Fellacheralm. Recht lange brauchte es nicht, um mich vollkommen in den Bann zu ziehen. An jeder Ecke versteckten sie tausende Details, die man begutachten musste. Von den verschlungen angelegten Wegen, über die hunderten Blumen, die im aufkommenden Sturm ihre Köpfe hin- und herwippten und nicht zu vergessen die wunderbaren Almhütten, die auf traditionelle Weise mit ausschließlich natürlichen Materialien gebaut wurden.






Den ersten Abend verbrachten wir ausschließlich in unserer Hütte - ließen uns Käsespätzle und Zwiebelrostbraten sowie Mohnnudeln mit Vanillesauce bringen, heizten den Kamin an, während draußen ein Gewitter aufzog und legten die Füße hoch, während die Lider bei flackerndem Kaminlicht und schummriger Hüttenbeleuchtung immer schwerer wurden.




Am nächsten Tag entschieden wir uns nach dem langen und ausgiebigen Frühstück dann doch wirklich, wirklich nichts zu tun. Also; nochmals ein zweites Nachfrühstücksnickerchen einlegen, weil man in der Nacht sooo tief und fest geschlafen hat und draußen nur ein wenig Donner und der um die Dächer sausende Wind zu hören war.
Dass wir den Kamin täglich angezündet haben, brauche ich nicht zu erwähnen, ja? :) Feueeer! Ein Magnet, dem könnte ich stundenlang zusehen.




An unserem letzten ganzen Urlaubstag packten wir nach dem Frühstück und der Massage - mehr Infos, siehe Fakten, weiter unten - alles zusammen und erkundeten die Turracher Höhe, welche nur etwa 15 Autominuten entfernt liegt. Es war leider bitterkalt (6 Grad, ah, Sommer?!), sodass wir rasch mit der Panoramabahn auf den Berg fuhren, eine Runde im eisigen Wind drehten, eine riesige Suppe auf der Almhütte aßen (mhhh, Kaspressknödl!) und dann den Nocky Flitzer (Sommerrodelbahn) wieder hinunter nahmen. Das war ein Spaß, steil und schnell - so mag ich das! Achja, erneut zwei Geocaches gehoben, weil das mittlerweile Tradition hat!  
Sehr spontan fuhren wir bei der Heimfahrt noch zum Falkertsee, der etwa zehn Minuten vom Almdorf entfernt liegt. Dort fanden wir nur wenige Menschen, dafür umso mehr Kühe vor und genossen den windigen Spaziergang bei frischer Luft um den kleinen See. Definitiv eine Empfehlung, dort mal vorbeizusehen!




Nachdem ihr einen kleinen Einblick in unseren Aufenthalt bekommen habt, habe ich hier noch ein paar spannende Fakten über das Almdorf Seinerzeit. Die Betreiberin Christine Knapp hat uns am vorletzten Tag ein Stündchen durch die beiden Dörfer geführt und ich habe versucht, alle Infos irgendwie aufzusaugen, um sie für euch gekürzt wiederzugeben:

* Adresse: Fellacheralm, 9564 Patergassen bei Bad Kleinkirchheim 
* Webseite: Almdorf Seinerzeit
* Seit Kurzem gibt es nicht nur den Fellacher-Teil, sondern auch den Kleeangerle-Teil. Im gleichen traditionellen Stil wurden 37 weitere Chalets und Hütten errichtet, um das Almdorf zu erweitern. Den Mittelpunkt bildet das Restaurant mit Rezeption. Die beiden Dorfteile sind in wenigen Gehminuten zu Fuß erreichbar.



* Verschiedene Hütten und Chalets für 2 - 8 Personen (45-250m²). Die Hütten könnt ihr euch unter diesem Link genauer ansehen. Wir übernachteten im Fellacherteil, also im alten Dorfteil. Das gefiel mir sogar eine Spur besser, weil schon alles verwachsen war - Pflanzen weit und breit und das urige Gefühl, dass es die Häuser schon viel länger gibt :). Unsere Hütte war die Almhütte Alpetta, Nummer 7 - mit tollem Blick auf die bewaldeten Berge; vom Bad sah man auf den kleinen Teich hinter uns. Herrlich.
Die Hütten sehen zwar auf den ersten Blick sehr ähnlich und dadurch aufeinander abgestimmt aus, jedoch hat jede ihren individuellen Charme und ist somit einzigartig in ihrer Art und Weise. Je nach Hüttenkategorie hat man natürlich auch eine andere Einrichtung, jedoch sind alle im traditionellen Bauernstil gehalten. Ihr findet einen Omaofen vor, einen Kachelofen, einen Holzzuber als Badewanne (die teilweise auch 20 Jahre alt sind, aber durch die Behandlung mit Orangenöl noch immer wie neu aussehen!), eine Stube, gemütliche Betten, in denen man tief und fest schlafen kann. Wir hatten zudem noch eine Infrarotkabine dabei, die nach dem Turracher-Ausflug herrlich war, um sich wärmen zu lassen. Bei den größeren Chalets gibt es teils eigene Gärten, einen Pool oder Badeteich, einen eigenen Weinkeller, einen Hot-Pot vor der Tür, eine Saune und so weiter - ihr seht, je nach Bedarf wurde an alles gedacht!
* Preise: derzeit ab 290€ pro Hütte/Nacht in der Nebensaison und 320€ pro Hütte/Nacht in der Hauptsaison. Inbegriffen ist der Hüttenservice, also auch das Frühstück, das einem in die Hütte gebracht wird. Zu Weihnachten und Silvester sind die Hütten etwas teurer.


* Essen: Das Frühstück wird je nach zeitlicher Vereinbarung vom Hüttenwirt / der Hüttenwirtin in die Hütte serviert. Wenn man schon wach ist, werden Eier je nach Wunsch zubereitet, sonst kann man sie auch selbst machen. Das Frühstück war immer so umfangreich, dass wir uns je ein Weckerl für später bestreichen und belegen konnten. Sonst wäre das alles gar nicht zu schaffen gewesen. Das war so ein großartiger Service, weil man im Bademantel oder Pyjama ganz zerknittert und verschlafen in aller Ruhe ohne andere Gäste gemütlich essen kann. Herrlich! Die Hüttenwirte waren stets sooo sympathisch und freundlich, es hätte nicht passender sein können!
Das Abendessen ließen wir uns zweimal auf die Hütte bestellen. Ein Blick in die etwas kleinere Speisekarte und ein Anruf reichten aus, um eine halbe Stunde später das warme Essen auf dem eigenen Tisch stehen zu haben. Das Ganze klingt zwar nach Lieferservice, vielleicht ja, aber mit Stil. Eine Kerze wurde entzündet, Stoffservietten parat gelegt, das Tischtuch ausgebreitet - ein Dinner für zwei, schick und doch gemütlich! Rechnet mit etwas höheren Preisen; nicht, dass ihr dann verwundert seid. Hauptspeisen kosten zwischen 17 und 23€, das Dessert um die 10€. Der Kaiserschmarrn war richtig, richtig gut!
Ein Besuch im hauseigenen Restaurant kann man sich jedoch ebenso gönnen, denkt aber daran, euren Tisch zu reservieren, da auch "Fremde" vor Ort speisen können.


* Wellness: Auch der Wellnessteil kommt nicht zu kurz. Das Almspa bietet ein reichliches Verwöhnprogramm an, zudem gibt es ein Badehaus mit Badeteich und Sauna davor. Inklusive Ruheraum mit Blick auf die Berge. R und ich präferierten jedoch eher unser eigenes Hüttchen; mit Terrasse nur für uns und ebenso einem atemberaubenden Blick auf die Wälder und Berge. Wir buchten zwei unterschiedliche Massagen (Ganzkörper und Kopf-/Nackenmassage), jedoch gab es leider ein Buchungsproblem, sodass unsere Massagen nicht eingetragen worden sind. Was war im ersten Moment etwas ärgerlich, weil ich mich nach der wanderreichen Woche sehr auf Entspannung beim Durchkneten freute. Die sehr, sehr sympathische Masseurin entschuldigte sich vielmals, ich bekam dann noch nächsten Tag einen Termin, während R den Fitnessraum bevorzugte :). Mein Tipp: Man muss die Massagen eigentlich schon vor der Anreise buchen, fragt also bei der Ankunft nochmals nach, ob eure Anfrage so passt :).



* Für wen ist's geeignet? Ich denke für alle, die sich Ruhe und doch tollen Service gönnen wollen. Wir haben genau ein anderes Paar während des Spaziergangs in "unserem Dorfteil" gesehen und waren verwundert, dass in der Hauptsaison so wenig los sei. Dann sahen wir, dass an fast jedem Häuschen ein Zettel gepinnt war, das Indiz, dass es gerade bewohnt wird. Die absolute Stille, weil sich viele in den Hütten zurückziehen oder wandern gehen, kann man dabei nur genießen. Auch für Familien oder Generationenurlaub ist vorgesorgt. Das Almdorf kommt ohne großem Entertainmentprogramm oder Spielplatzangebot aus, denn alles was man braucht, ist die Natur. So bin ich ebenso aufgewachsen und finde das Konzept dahinter toll. Große Wiesenflächen, Bäche, kleine Wälder, einige Tiere, die dort hausen (unter anderem auch zwei Esel, yay!) und die eigene Fantasie. Für einen Generationenurlaub - und das Konzept finde ich besonders schön, mit der eigenen Familie, sei es Oma, Opa, Eltern, eigene Kinder zusammen zu verreisen -, eignen sich die größeren Hütten, da es eigene Parteien im Haus gibt, aber man doch jederzeit einen gemeinsamen Ort, zum Beispiel den Wohnraum oder die Gärten hat. Laut Christine Knapp liegt der Altersschnitt derzeit bei 30-45 Jahren, vor allem alle, die viel im Leben zu tun haben und einfach mal raus wollen. Ruhe und Entspannung mit kleinen Extras, die den Aufenthalt besonders machen. 
Weiters bietet das Almdorf Angebote für Gruppen oder Hochzeiten an, einfach mal nachfragen, ich denke, dass die tollen Mitarbeiter/innen vor Ort, das für euch geeignete Paket zusammenschnüren können.



* Das Almdorf Seinerzeit lud uns für drei Nächte ein
und übernahm die Kosten für Übernachtung und Verpflegung.
Vielen Dank an Christine, die sich die Zeit nahm, uns durch
die Dörfer zu begleiten und mit Insiderinfos zu versorgen und
auch ganz lieben Dank an Cornelia für die tolle Vermittlung!
** PS: Lieber Bruno, R vermisst dich!

EDIT

11. September 2016

a roadtrip through austria - Leogang - Salzburg {travelguide}

Zwei Stationen des Österreichtrips sind noch offen - und auf eine davon nehme ich euch heute mit.

Von den Eisriesenhöhlen fuhren wir direkt nach Leogang. Das Wetter war uns leider nicht mehr ganz so gesinnt, aber das machte uns in Anbetracht des Hotels, das vor uns lag, rein gar nichts aus. Schnell checkten wir ins mama thresl* ein und verweilten die nächsten beiden Stunden tiefeinatmend - dieser Holzgeruch überall, herrlich! - in unserem Zimmer. Da konnte sich die Welt dort draußen noch so verfinstern, wir kuschelten uns in die kühlen Bettlaken, nahmen eine heiße Dusche, die im Hauptraum des Zimmers frei steht - wie schön! - und hörten den Regen auf das Geländer des Balkons prasseln.



Unterkunft - mama thresl
Sonnberg 251, Leogang
Webseite: mama thresl


Das mama thresl wurde erst Ende 2014 veröffnet und vereint alles, was Designlieberhaber/innen und Interiorbegeisterte vergöttern. Relativ dunkel, rustikal, aber dennoch frei und ästhetisch, findet man das Hotel mit Kulisse zu den Leoganger Steinbergen vor. Naturmaterialien wie unterschiedliche Holzarten - darunter das wohlduftende und derzeit schon fast überall vorkommende Zirbenholz - und Granitplatten, die als eine Duschtrennwand und als Waschbecken fungieren. Das mama thresl bietet für alle Generationen etwas an - seien es traditionelle Flammkuchen, Steaks oder doch hippe Burger im hauseigenen Restaurant, das den Großteil des Untergeschosses ausmacht.
Die vielen Details sind besonders das, was in Erinnerung blieb: Ein Klettersteig außen an der Hausfassade oder doch der, der im Foyer des Hotels liegt und bis ins Obergeschoss verläuft? Die witzigen, österreichischen Sprüche, die auf Schiefer- und Tafelplatten versehen sind und somit einen oft zum Schmunzeln bringen. Die geschmacksvolle Einrichtung in den Zimmern, wo wirklich alles miteinander harmonierte. Ich zeige euch am besten dazu ein paar Fotos, dann wisst ihr nämlich genau, was ich damit meine :).


Essen
Noch viel besser wurde es, als wir am Abend vor einer riesigen Glaswand saßen, die Sonne dann doch noch etwas durch die Wolken blinzelte, wir mit Craft-Bier und Wein auf die Halbzeit unserer Reise anstießen und herzhafte Burger mit Süßkartoffelpommes serviert wurden. Die Bar lockte zwar nach dem Verspeisen des "death by chocolate"-Desserts, aber nach der Anfahrt und der kleinen Wanderung in der Eisriesenwelt waren wir zu kaputt und verkrochen uns im Bett.


Genauso lecker ging es beim Frühstück weiter - auf dem riesigen, freien Grill brutzelten Eier und Speck in allen Variationen, Pancakes mit Staubzucker lockten mich sofort an. Frisches Gemüse, zahlreiche Aufstriche, eine große Auswahl an Gebäck, Müsli und Säften rundete das Angebot ab. Ein Festmahl nach dem anderen!


Am zweiten Abend hatten wir dann auch genug Energie für die Bar. Trinkt dort unbedingt einen Moscow Mule für mich! Mein erster, sogar im traditionellen Becher, und er schmeckte richtig gut!




Zimmer
Das Gute am mama thresl? Es ist für jeden was dabei. Vom Basiczimmer "woodenstyle" bis zu "thresl's one & only" kann man im Hotel seine Seele baumeln. Wir waren im "woodenstyle" einquartiert und ihr seht auf den Fotos, wie unglaublich schön auch die günstigere Kategorie ist. Was will man mehr? (Außer vielleicht einer freistehenden Badewanne mit Bergblick, eigener Terrasse mit Hot-Pot oder Sauna im Zimmer... eh, ja :D) - ihr seht, Grenzen gibt es kaum welche. Die Zimmerpreise sind je nach Saison und Wochentag verschieden, schaut am besten auf der Homepage direkt vorbei. Da bekommt ihr für eure Anfrage sofort das passende Angebot zugeschneidert! Das Hammerfrühstück ist bei jedem Zimmer inkludiert! Weiters verfügt jedes Zimmer über einen Ski- und Biketresor im Untergeschoss (samt integriertem Schuh- und Kleidungstrockner!)
Besonders hervorzuheben ist das "Highspeed-Wlan", da ist das schnelle Sichern der Fotos garantiert.






Ruhe tanken
Nicht nur für Ruhelose und Abenteurer bietet das Hotel etwas an, es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten, sich zurückzuziehen und zu entspannen.
(Die Zimmer: Für uns der schönste Ort; das eigene Zimmer, absolute Ruhe, Holzgeruch und der Blick nach draußen.)
Im Hotel gibt es jedoch noch einen Wohlfühlbereich, den man für 10€ pro Person auf sein Zimmer aufbuchen kann. Dieser befindet sich unter dem Dach des Hotels, teilweise auf dem Dach (Dachterrasse / the rooftop). Bei den höheren Zimmerkategorien ist der Wellnessbereich mitinbegriffen.


* the panoramic heat: eine Finnische Panorama-Saune mit Felsendusche und Frischluftraum
* the rest coves: organisch geformte Ruhe-Kojen mit Blick auf die Berge
* the empty room: ein Ort der Ruhe, Stille und ein toller Blick auf die Leoganger Steinberge
Bademäntel und Slipper werden dafür bereitgestellt.




Hut essen auf Huwi's Alm
Sonnberg 22, 5771 Leogang
Webseite: Huwi's Alm

Ein besonderes Erlebnis war mit Sicherheit der zweite Abend in Leogang. Wir fuhren ein Stück weit weg vom mama thresl, nach Priesteregg auf Huwi's Alm. Sehr stilvoll findet man dort ein uriges Restaurant vor, das von Huwi Oberlader und seiner Frau Renate geführt wird. Die beiden sind auch Inhaber des mama thresls. Dort findet ihr auch das Bergdorf Priesteregg mit seinen Chalets, man kann aber auch als Nichtgast dort speisen. Eine Reservierung ist empfehlenswert!
Wir waren auf das Hutessen vor Ort eingeladen und sehr gespannt, ich sage mal mit kaum Erwartungen zum Restaurant gefahren. Insgesamt war der Abend so nett! Wir hatten einen Tisch unterm Dach mit nur drei anderen Tischen vor Ort, draußen stürmte es und der Regen peitschte gegen das Fenster. Und wir - wir saßen gemütlich im heimeligen Restaurant und aßen von einem Hut :). Die Fotos sagen schon alles aus, was man über das Hutessen wissen muss. Ich muss euch sagen - das Essen war unglaublich gut. Ein frischer, knackiger Salat, Ofenkartoffeln, Knoblauchbrot, Saucen und das Fleisch. Ich habe noch nie so zartes Rindfleisch gegessen - ein Schlemmen sondergleichen.
Weiters ist das Ripperlessen und der Galloway Ochsenbraten sehr bekannt (und in aller Munde!), man kann aber auch normal von der Karte bestellen.
Solltet ihr vor Ort sein, probiert unbedingt das Dessert-Pfandl als Nachspeise (das muss noch irgendwie rein!) oder das Vanilleeis mit Kürbiskernöl (eine tolle Kombi!).




Unternehmungen außerhalb
Da wir nur einen ganzen Tag in Leogang hatten, entschieden wir uns trotz Regenvorhersage auf den gegenüberliegenden Asitz zu fahren. Der Vorteil: 3 Gehminuten bis zur Gondelbahn; im Winterurlaub muss das ein Traum sein, die Piste vor der Hütte liegen zu haben!
Tipp: Das mama thresl bietet um 1,55€ die Löwen Alpin Card an. Eine Karte, mit der man viele Freizeitaktivitäten kostenlos oder vergünstigt bekommt. Die Asitzbahn ist zum Beispiel damit komplett kostenlos für eine Fahrt (Ersparnis 19€)!


Über den Asitz gibt es nicht viel zu sagen, außer, dass es rund um ihn ein großartiges Freizeitangebot gibt:

* Kleine und große Wanderungen sind hier möglich - von einer Kuppe zur nächsten. In unserem Fall sah man zu Beginn zwar relativ wenig davon, aber dafür waren kaum Leute unterwegs. Im Winter müssen diese Strecken ein Traum zum Skifahren und Snowboarden sein!
* Mit der Bahn kann man entweder an der Mittelstation aussteigen  - dort gibt es einen Sinneparcours/Garten und zahlreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für Kids, aber auch als Erwachsener kann man das ruhig ausprobieren! Der Garten / Hang dort ist sehr schön und abwechslungsreich angelegt!
*... oder bis zur Bergstation fahren und von dort aus zu Fuß weitergehen. Dort oben findet ihr auch eine kleine Sommerrodlbahn.
* Fahrradfahrer / Mountainbiker sind hier wohl im Paradies. (720km Mountainbike.Wege und 480km Talradwege). Auch das mama thresl bietet dazu zahlreiche Möglichkeiten an, wie eine Self-Service Waschmaschine, eine Bike Werkstatt und Bike Waschanlage, einen E-Bike Verleih und Duschmöglichkeiten, wenn man später auscheckt.
* Wer es actionreich mag, kann auf der Saalach zum Beispiel Raften oder Canyoningtouren gehen. Viele Infos dazu findet ihr bei motion outdoor challenges in Lofer: Webseite. Aufgrund des Regens und der 10-12 Grad Wassertemperatur ließen wir das dann doch sein - wird aber bestimmt mal nachgeholt.
* Für ruhigere Gemüter unter euch kann ich euch das Geocachen ans Herz legen. Es gibt im Pinzgau ganz viele Caches, von denen wir einige gehoben haben. Infos zum Geocachen an sich findet ihr auf der offiziellen Geocache-Seite.
* Ganz in der Nähe liegt auch die größere Sommerrodelbahn am Biberg. Leider war diese an beiden Tagen wegen des Wetters gesperrt, sah aber von der Talstation richtig rasant aus!
* Den Bauernkrapfen, den ihr gleich seht, haben wir in der Alten Schmiede, gleich bei der Bergstation gegessen. War ganz okay, das Gasthaus ist sehr urig eingerichtet.




Kapruner Hochgebirgsstauseen
Kesselfallstraße 95, 5710 Kaprun
Webseite: Stauseen

Die Stauseen - den Mooserboden und den Wasserfallboden also, sollte man in ihrer Höhe von 107 Meter und 500 Meter Länge auf 2000 Meter sehen. Aber alles kam etwas anders...
[Tipp: In der Garage bis ganz nach oben fahren, dort ist sowohl der Ausgang zu der Busstation und der Kassa als auch die spätere Ausfahrt. Das Parken ist kostenlos, erinnerte mich irgendwie an einem japanischen Gruselfilm (modrig, grün, dunkel.. kann aber auch am Wetter gelegen haben).]

An unserem Abreisetag von Leogang nach Patergassen wollten wir die Kapruner Stauseen noch mitnehmen und zweifelten bereits bei der Ankunft wegen des Wetters. Bei der Kassa sah es ganz okay aus, kein Regen - wir probieren es aus und "bereuten" es nach einigen Busminuten schon wieder. Man sah leider genaugenommen nichts.. - so stiegen wir am Ende aus und fragten erstmal, wo denn dieser berühmte Lift sei, der zum zweiten Stausee fahre, um herauszufinden - hey, wir sind bereits dort angelangt, der Lift fährt nicht, darum brachte uns der Bus gleich zum Ziel. Aha.
Bevor wir aber noch fragten, wo es nun zum Stausee gehe, machten wir doch rasch google maps auf und mussten feststellen - wir stehen gerade davor. Ich glaube, das Bild sagt alles!


Im Endeffekt fanden wir die ganze Aktion etwas witzig - das waren zwar leider herausgeschmissene 40€, dafür gab es einen Geocache und ein paar lustige Momente.
Unser Tipp: Sollte schlechtes Wetter herrschen, lasst sowohl die Kapruner Stauseen als auch das nahgelegene Kitzsteinhorn sein. Das macht absolut keinen Sinn!
Wer gutes Wetter hat, könnte in der Nähe noch die Krimmler Wasserfälle und die Hochalpenstraße des Großglockners besuchen.


* Das mama thresl lud uns in Zuge unseres Roadtrips ein
und übernahm Übernachtungs- und Verpflegungskosten.
Vielen Dank, besonders an Frau Steib, mit der ich einen
wunderbaren Kontakt hatte. Alles verlief so super :).
** Credit:  Die Zimmer- und Hotelfotos sind vom mama thresl 
mit Erlaubnis entnommen worden.
EDIT
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...