27. Juli 2015

summer in Sardinia {a video}

Sardinien war großartig und mit einem Augenzwinkern schon wieder vorbei, gefühlt. Wenn man aber länger darüber nachdenkt, haben wir so viel erlebt, sind etwa 700 Kilometer gefahren und haben dabei die ganze obere Hälfte der Insel erkundet. Diese hätte teils unterschiedlicher nicht sein können. 


Vom feinsten Sandstrand bis hin zu riesige Felsbrocken, die glatt geschliffen über dem Meer ragten. Von geraden weiten Straßen, bei denen wir irgendwann aufgehört haben zu zählen, wie viele Italiener uns händeringend überholt haben (oder waren es doch nur lästige Mücken in ihrem Wagen, die sie weggestikulieren wollten?...), bis hin zu steilen Bergstraßen, von denen aus man die unten liegende Talsenke nur spärlich wahrnehmen konnte. Von grasenden Bergziegen am Straßenrand bis hin zu um uns schlagenden Wellen bei der Schlauchbootsfahrt, die aufregender und fantastischer nicht hätte sein können (meine Meinung, R dagegen hätte es gerne ein bisschen ruhiger gehabt). Sardinien! Von aufspritzenden Salzwassertropfen, die sich in Haut und Haar verfingen, bis hin zu roten Felsen mit kleinen Höhlen. Vom knusprigen Pizzarand bis hin zu klirrenden Weingläsern auf der Dachterrasse. 

Wahnsinnig kleine Erinnerungssplitter, die bis heute ein wenig nachstechen, permanent, sanft, vertraut und sehnsüchtig, wenn man an sie denkt. Diese haben wir vereinzelt in Videoform festgehalten. Wann immer wir Lust hatten, filmten wir einfach drauf los. Nur ein paar Sekunden. Manchmal länger. Manchmal auch gar nicht. 
Insgesamt reichte das Material aber für ein kleines Urlaubsvideo und für mich sind es noch immer diese bewegten Bilder, die mich rühren und diese kleinen Splitter sich dadurch wohlwollend noch ein bisschen intensiver bemerkbar machen.


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23. Juli 2015

a summer evening in Alghero {what i wore}

Als wir in Alghero ankamen, blickten wir melancholisch in Gedanken an die Ostküste zurück, da uns das Dörfchen Santa Maria Navarrese sofort fehlte, vor allem in Anbetracht dessen, dass Alghero nun doch größer war und dementsprechend mehr Menschen unterwegs waren. An unserem zweiten Abend machten wir uns jedoch in die Altstadt auf und kamen bei schönster Lichtstimmung an. Diese musste natürlich eingefangen werden, da wir nur an diesem einen Abend die "große Kamera" dabei hatten. Heute mal wieder etwas Seltenes, ein neuer what-i-wore Post. Das gelbe Kleid, das ich euch zeigen möchte, war ein reiner Zufallskauf, als ich nach einem Kleid für eine Hochzeit fieberhaft gesucht habe. Irgendwann kam es mir beiläufig unter und ich verliebte mich sofort in das satte Gelb und in das feine weiße Muster auf den Schultern. 



Kann ich es bitte nochmals sagen, ja? Dieses Gelb! Es ist so umwerfend erfrischend, ich bin einfach verliebt.



Die Lichtstimmung gleich unter der wuchtigen Stadtmauer war fabelhaft. Der Strand leider gar nicht so, was man hier nicht mitbekommt, aber zum Baden taugt der wahrlich nicht. Wo man jedoch unbedingt hin muss, verrate ich euch noch in einem ausführlichen Sardinien-Travelguide! Ich arbeite schon daran!




Die Omis und Opis im Hintergrund hatten sichtlich Spaß mit mir und fanden das Schauspiel wohl recht amüsant. Witzig finde ich noch immer, dass es ein Männer- und ein Frauenbänklein für Klatsch und Tratsch gab.



Und hier noch die Bezugsquellen dieses doch sehr simplen, aber auffallenden Outfits.

Sandalen: H&M (alt)
Tasche: Deichmann (alt)
Gürtel: Teil eines Mint&Berry Kleides (alt)
Uhr: Casio gold via Amazon*
* Affiliatelink


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20. Juli 2015

Sardinien Roadtrip I {traveling with magnoliaelectric}

Ich finde immer Worte, die Situationen treffend beschreiben. Oder meist. Wie ich mich fühle, was ich denke (und das stets ins kleinste Detail formuliert), wie die Umgebung beim Verreisen wirkte, welche Emotion uns durch die Straßen trug und welche Laute das Meer formte. Aber dieses eine Mal nicht. 
Dieses eine Mal, gibt es keine Worte, die diese Woche allumfassend beschreiben könnten. Sie war gut, so gut zu mir. Ich versuchte nicht an Posts zu denken, nicht an Schulmaterialien, auch wenn hin und wieder Ideen durch meine Sinne geisterten, verschreckte ich sie sofort mit tatkräftigem Denken an die Unendlichkeit des Wassers vor mir und dem betörenden Duft von wildwachsenden Oleanderbäumen, Rosmarinbüschen und Pinienwäldern.


Dieses eine Mal, gibt es auch keine Fotografien im herkömmlichen Sinne. Eigentlich hätte ich uns schon beim Packen vorwarnen können, denn wie auch bei den letzten Reisen, kam die große Kamera kaum zum Vorschein. Ich liebe das Fotografieren besonders in der Ferne, weil man durch die Linse immer wieder Neues entdeckt, was man mit dem bloßen Auge vielleicht nur gestreift hätte. Aber dieses eine Mal wollte ich Freiheit von allem. Tun und lassen was man möchte, auch wenn das heißt, dass man spontan doch keinen Tagestrip am letzten Urlaubstag noch einplant und sich stattdessen bis nach 15 Uhr im Bett verkriecht und von einem Schläfchen ins nächste rutscht.












Die große Kamera gibt mir so viel Freiheit Schönes abzulichten und mitzunehmen und nimmt mir aber gleichzeitig auch ein Stück Leichtigkeit. Die Vorsicht, die mit der Handhabung einhergeht, ist einer der Punkte, der zum Beispiel in meinem Beruf eine hohe Priorität hat. Das stete wachsame Auge, das auf Dauer immer müder wird und so entschied ich mich eigentlich relativ unbewusst, dass ich nicht "aktiv" fotografieren wollte in diesem Urlaub. Der Fluch und Segen des Handys verhalf mir dennoch, ab und zu Fotos zu machen, denn eines möchte ich am Ende des Tages doch haben - Momente, auf die ich nicht nur im Kopf zurückgreifen kann, weil sie irgendwann so verblasst sind, dass ich mir all der Schönheit dieser Insel vielleicht nicht mehr so bewusst sein werde.
Und wie viele unterschiedliche Landschaften, Strände und Anblicke Sardinien so verbirgt, seht ihr nun auch in diesem Post und es ist im Endeffekt ganz gleich, wie viele Pixel die Bilder aufweisen und welche Qualität sie beinhalten - es zählt für mich hier nur noch eines - wir haben erlebte Momente festgefroren, um in späteren Tagen auf sie zurückschauen zu können, so oft wir auch wollen, sie erneut erleben zu können.

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