28. April 2013

{hello blossoms!!}

Die vergangene Woche war unglaublich schön, sodass ich mittwochs nach der Arbeit sofort zu J. fuhr und wir zusammen durch die Gegend brausten, on the road und so - mit wehenden Haaren und lachenden Mündern. (Und zu viel Klimaanlage, ... hallo schmerzendes Ohr.)


Wir fuhren in die Wachau, welche auch in Niederösterreich liegt, dort herrscht derzeit anscheinend "pure Blütenpracht" der Marillenbäume. Leider sind auch Marillenblüten sehr klein und auf dem ganzen Baum meist spärlich verteilt, sodass leider keine Alleen voller Blüten zu finden waren, sondern von Weitem blassrosa Felder, die beim Näherkommen eine Mischung mit Braun ergaben.






In einem Eintrag drei Frisuren und zwei Sonnenbrillen, yay..

Hier habe ich alles her:
Rock und Gürtel: Esprit (der schreit in echt nicht so krass)

Schlabberfledermausshirt: sheinside
Schuhe, die man nicht sieht: Deichmann
Uhr: Casio via Amazon
Sonnenbrille braun: C&A
Sonnenbrille braun-gold: H&M
Hut: H&M
Kette: H&M
Cardigan: sheinside
Tasche: Jo Totes

"Tattoo focus": tattly




Ich bin derzeit in einem kleinen Fotoloch, mir passt nie so richtig was, die Bearbeitungen verlaufen sich wieder etwas ins Extreme, von dem ich eigentlich in letzter Zeit abgesehen habe und das Licht scheint mich nie zu mögen, so wie ich es doch liebe - eine sehr einseitige Beziehung. Ich glaube, meine Kamera weiß, dass sich bald unsere Wege trennen (mehr davon ein anderes Mal).


EDIT

26. April 2013

Tunamuffins

Danke für das positives Feedback für die letzten beiden Posts. Ich wurde per Mail auch gefragt, ob ich mal meine Haarroutine posten kann, ich werd's mir überlegen, wie und wann ich das einbaue. Danke für die Anregung.

Vor einiger Zeit gab es herzhafte Muffins in Form von Hackfleischmuffins mit Paprika. Dieses Mal wurden Tunfischmuffins versucht, mhhh lecker!


Rezept für 12 Muffins:
* 2 Zucchini
* 2 Eier
* 125 ml Milch
* 1 Packung Kräuterbojar (oder Kräuterfrischkäse)
* 2 kleine Dosen Thunfisch (in Wasser, nicht Öl)
* ein bisschen Wasser

* Backpulver
* Rama
* Brösel
* Salz, Pfeffer, Knoblauch, 1/2 Zitrone

Wie funktioniert's?
Zucchini waschen, raspeln, salzen und entwässern (das heißt, die Masse durch ein Sieb drücken, damit sie nachher die Muffins nicht matschig machen). Den Frischkäse mit Eiern, der Milch, Salz, Fisch, ein bisschen Wasser (nur ganz wenig!) und  Backpulver (1 TL) vermengen. Anschließend die Zucchini unterheben. Mit Knoblauch, 1/2 Zitrone (Saft), Salz und Pfeffer würzen.
Ein Muffinblech mit Rama einfetten und Bröseln bestreuen. Die Masse anschießend in die Ausbuchtungen füllen.

Bei 200 Grad (Ober/Unterhitze) etwa 40-45 Minuten backen.

Die Muffins sind dann im Idealfall sehr weich, trotzdem oben knusprig und bissfest.




Materialienliste:
* Holzbrett: alte Gartenhüttentür
* Geschirrtuch: H&M Home
* Holzbambustablett: Kika
* Tunamuffinetikette: mit Dymoprägeband gemacht



Dazu schmeckt ein Vogerl/Feldsalat recht gut und Sauerrahmdip (liebe den so, mit Salz und Knoblauch mischen, fertig.)
Lasst es euch schmecken!


EDIT

19. April 2013

Lauchquiche

Als A. vorige Woche bei mir war, haben wir eine Lauchquiche gemacht, verschiedene Zutaten, die wir als passend erachtet haben, vermischt und aus dem Ofen kam duftend eine leckere Mahlzeit, die definitiv wieder gemacht wird.


Zutaten für 2 Quicheformen  (eine tiefere, eine flache > siehe Fotos)
(man kann das nämlich ideal 2/3 Tage aufheben und wieder aufwärmen)
* 2 Rollen Mürbteig (wir nahmen Fertigteig)
* 1 kleines Säckchen Speckwürfel
* 1 große Zwiebel
* 2 große Stangen Lauch
* 250g Champignons
* Gewürze: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kräuter, (Kümmel, wenn man's mag)
* Olivenöl

* 150 ml Milch
* 5 Eier
* 1 Packung Frischkäse natur oder mit Kräuter
* Pizzakäse zum Bestreuen

(> wir nahmen von überall die Lightversion, also fettarme Milch, Frischkäse und Käse).



So geht's:
Zwiebel fein schneiden und mit etwas Olivenöl glasig anbraten (ich liebe diesen Geruch!), danach Lauch in feine Ringe schneiden, waschen und zu den Zwiebelstücken hinzugeben. Speckwürfel ebenfalls rein (die kann man auch weglassen natürlich, aber Lauch und Speck harmoniert da recht gut). Mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch würzen und 5 Minuten bei mittlerer Temperatur braten lassen.
Einstweilen die Champignons waschen, klein schneiden und in einem kleinen Topf mit etwas salz 10 Minuten köcheln/braten lassen. Sie geben relativ viel Wasser ab, das man absieben kann. Die Champignons anschließend zu der Lauchzwiebelspeckmasse mengen.

In einem zweiten Gefäß die Eier mit dem Frischkäse und der Milch verquirrlen, leicht salzen und mit Kräuter (ich nahm einen italienische Kräuter TK Mix) verfeinern.
Backrohr auf etwa 160/170 Grad (Heißluft) vorheizen.


Eine Quicheform (oder Ähnliches) mit Backpapier auslegen und den Teig vorsichtig darauf ausbreiten, die Ränder reinklappen. Da der Fertigteig rechteckig ist, am Rand den Teig abschneiden und an die leeren Stellen in der Form drücken.
Darauf die Lauchzwiebelspeckchampignonmasse geben und mit der Eimilchfrischkäsemasse übergießen (Achtung, dass es nicht übergeht!)
Mit Pizzakäse bestreuen und mit Alufolie vorsichtig abdecken.

Für etwa 30-40 Minuten (es waren eher 40 als 30) in den Ofen geben. Ich schaue da immer mal wieder nach. Die letzten 10 Minuten ohne Alufolie backen lassen, damit der Käse leicht knusprig wird.

Dazu haben wir einen einfachen Dip gemacht (Sauerrahm = Saure Sahne mit bisschen Salz und Knoblauch). Das Gericht sättigt sehr schnell und ist würziglecker!





PS: Auf den Fotos ist das Backpapier schon entfernt worden, aber unbedingt eines verwenden, damit der Teig nicht kleben bleibt!

Guten Appetit und schönes Wochenende!


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14. April 2013

an analogue summer {paris edition}

Mein Herz seufzt schwer -  die Fotos von Paris befinden sich in einer Schachtel neben mir und nun auch auf dem Blog. Viel zu lange her.
Ich mag die Atmosphäre, die eine Einwegkamera produziert, dieses Sanfte und Kräftige zugleich. Es erinnert mich an die Fotos in alten Alben und manchmal frage ich mich, ob diese Fotos nicht Auslöser für gedankliche Zeitreisen sein können. Ohja. Der strahlend blaue Himmel, die weißen Gebäude, die Hängebrücke und Disneyland. Der Geschmack von schalem Hotdog auf der Zunge und das Kribbeln nach den Achterbahnfahrten. 













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12. April 2013

Tiramisu ohne Ei

Ich favourisiere eindeutig Süßspeisen vor der Linse - die kann man hübsch herrichten, mit Milchfläschchen und hübschen Unterlagen, hier ein Bröselchen als Deko, da ein kleiner Krug und farblich sehen die meisten Desserts auch noch recht hübsch aus. Okay, das heutige ist zwar nicht in den Farbtopf gefallen, dafür reich an Geschmack und Köstlichkeit: Das Tiramisu.

Es geht ganz flink zum Zubereiten und bei kleinen Portionen, so wie ich es gehandhabt habe, reicht es auch, wenn man das Ganze für ca. 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellt, damit es kühl und leicht fest wird.


Zutaten (ca 10 Schüsselchen)
- 250g QimiQ Classic, ungekühlt*
- 125g Mascarpone
- 125 ml Milch
- 1 EL Benco-Kakao
- 80g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 1 EL Amaretto
- 250 ml Sahne, geschlagen (oder stattdessen QimiQ Vanille)
- 30 Stück Biskotten
- 100-150 ml Kaffee, schwarz
- 2 EL Rum
- Richtiges Kakaopulver

* Was ist QimiQ? QimiQ ist sowas wie schnittfeste Sahne, das heißt eine feste Masse. In Deutschland erhält man das wohl nur in richtig großen Märkten, in Österreich bekommt man das überall. Das Rezept ist auch ein Original-QimiQ-Rezept, ein bisschen abgewandelt. 



& so geht's: Die Tiramisucreme besteht aus dem QimiQ, welches man glatt rührt und mit der Mascarpone, der Milch, dem EL Kakao, Vanillezucker und Amaretto verrührt, bis es ganz cremig ist. Je nach Geschmack kann man mehr Vanillezucker oder Kakao oder Amaretto hinzufügen. Am Schluss wird die geschlagene Sahne / Obers untergehoben. Kaffee von der Maschine runterlassen und mit 2 EL Rum vermischen. 
In die kleinen Schälchen habe ich zuerst 1.5 Biskotten gepackt, nicht eingetränkt. Dann ein wenig Creme, dann 1 eingetunkte (in Kaffeerumlösung) Biskotte und zum Schluss kam wieder Creme darauf. Im Kühlschrank für 3 Stunden etwa kühlen, dann wurde es schon fest. Vor dem Servieren mit echtem Kakaopulver bestreuen (durch Sieb). 



Lasst es euch schmecken, der Vorteil- man braucht keine rohen Eier, es ist zwar trotzdem sehr zuckerhaltig, aber die kleinen Portionen haben die ideale Größe.

Fotomaterialien:
- Schüsselchen und Schale: Ikea

- Alte Aufbewahrungsdose blau: Sylloves
- Milchfläschchen: Blueboxtree





Buon appetito!

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9. April 2013

let's talk about ... {MOTIVATION}

Ich bin seit dem Wochenende so inspiriert und würde am liebsten täglich Posts rauswerfen und am besten euch alle mitreißen mit meiner Euphorie.
Mein allerallererster Workshoptag fand am Samstag in Wien statt und bisher gab es nur positive Resonanz (vielleicht will auch niemand Kritik üben, egal..) - Es hat so viel Spaß gemacht, obwohl ich kurz zuvor bei der Anreise vor Nervosität beinahe umgedreht hätte und dann fand ich das Handy nicht und dachte, ich hätte es verloren und und und und.. Auf alle Fälle ging alles gut und neben der Contentplanung gab es viele viele Worte über Inspiration und Motivation (= der Motor hinter dem Bloggen, wie ich finde). Vorplanen gehört unter anderem zu den Mitteln, den Blog regelmäßig updaten zu können, aber jetzt sitze ich hier, die Sonne wärmt meine Schultern und dachte mir, dass ich ein wenig über Motivation plaudere (stark im Kontext zum Bloggen).

Diejenigen, die meinen E-Course besuchen kennen den Teil schon, das war ein Teil des Bonuskapitels Motivation. Habt ihr Lust mehr zu lesen? Hier die Infos zum blogwhatyoulove E-Course.

Habt ihr schon einen Durchhänger hier gehabt? Oder mehrere? Oder ständig? Ja? Nein? Vielleicht? Egal - es geht uns doch allen so und meist bei Dingen, die nicht so gern machen, - die Motivation fehlt.
Darum muss ich gestehen, dass ich beinahe noch nie so richtige Motivationslöcher beim Bloggen gehabt habe. Ich blogge lieber bevor ich etwas anderes "Sinnvolles" mache, mein Problem ist eher die fehlende Zeit dafür, ich würde so gerne Stunden/Tage/Wochen hinein stecken, aber das funktioniert leider nicht, irgendwann muss ja das Studium abgeschlossen werden und richtig Geld verdient werden, ja - das wäre auch nicht so übel. Die wenigsten können es sich leisten das Bloggen als Vollzeitjob umzusetzen, wer es schafft, dem gratuliere ich, das muss manchmal der Himmel auf Erden sein. Gleichzeitig kann ich mir vorstellen, dass es auch auslaugt, immer posten zu müssen. 



Wie kann man sich dennoch motivieren? Auf alle Fälle müssen wir bedenken, dass jeder Mensch unterschiedlich tickt und meine Vorschläge vielleicht alle genau für DICH brauchbar sind, aber eventuell (und hoffentlich) kann jeder für sich wichtige Dinge herausfiltern und mitnehmen.

Was ist überhaupt Motivation? Die Motivation hilft uns, verschiedene Handlungen auszuführen (meiner Meinung nach mit einer bestimmten Absicht dahinter, zB ans Ziel der Handlung zu gelangen oder eben auch durch diese Ausführung Gefühl XY zu erlangen). Motivation kann man erlernen, mein Psychologiestudium sagt, dass es durch Sozialisationsprozesse vermittelt wird. Aber heute sprechen wir nicht über Motive und Antriebe, sondern um den inspirierenden Teil davon.

Dann haben wir noch zwei Unterschiede:
* Unmotiviert sein: Man war nie motiviert, was ich bei euch allen, wenn es um das Bloggen zum Beispiel geht, nicht glaube, denn aus einem gewissen Gedanken heraus, habt ihr das Projekt ja auch gestartet.

* Demotiviert sein: Man war es mal, aber es ist abhanden gekommen. Es? Die Lust und Laune, das Interesse, die Leidenschaft.

Für viele ist es sehr schwierig auf Dauer motiviert zu bleiben. Das kann daran liegen, dass man sich die vorgenommenen Ziele zu streng gesetzt hat und man sie nicht erreicht.
Vielleicht liegt es auch an der falschen Motivation, die man hat - dann würde ich empfehlen, dass man nochmals ganz klar nachdenkt, ob ich blogge, weil ich es für andere tu, oder für mich und anderen gleichzeitig etwas geben kann, das ist das Schöne daran. 
Eventuell liegt es auch daran, dass man kein Feedback bekommt, schreibt und schreibt, aber keine Kommentare erhält. Ich finde Kommentare sehr wichtig, weil ich gerne wissen möchte, wie der Eintrag oder meine Meinungen und Ansichten ankommen, das stärkt und gibt den Antrieb, weiter zu machen unter anderem. Ich lege aber das Bloggen jetzt nicht als Ziel aus, Kommentare zu erlangen, sie sind das i-Tüpfelchen an der ganzen Sache.


Funktioniert das vielleicht nicht, dann auf zum Networking, es ist alles ein Geben und Nehmen hier und kann so gut funktionieren, indem man sich austauscht und nicht nur mit seinem Blog wartet, bis jemand darüber stolpert.

Ich bin der Meinung, dass man nur dann langfristig motiviert sein kann, wenn man hinter der Sache steht, die man macht. Voll und ganz. Mit jeder einzigen Haarfaser. Wobei Haare totes Material sind. Also lieber Herzfaser.
Ich könnte mir nicht vorstellen, ohne den Blog zu sein, ich möchte konstant irgendetwas veröffentlichen, weil es mir Spaß macht, mir Freude bereitet, mich weiterbringt mit meiner Persönlichkeit. Ich glaube, es ist wichtig, dass man diesen inneren Antrieb hat. Nicht, dass man bloggt, nur weil es gerade sehrsehrsehr viele Menschen tun, sondern, weil man es aufrichtig möchte, alles was dahinter steckt. Ich bin auch der Überzeugung, dass man nur dann seine Sache richtig gut machen kann, wenn man die Freude auf Blogs merkt, auch wenn ich nie das Lächeln des Autors beim Tippen direkt sehe, man merkt es bei guten Blogs einfach!

Ich glaube man muss an dem eigenen Blog hängen, es ist sowas wie ein kleines Projekt, das vielleicht zu einem riesigen Teil im Herzen heranwächst, man will es nähren und weiterwachsen sehen, aber wie es so mit Pflanzen ist, kann es auch mit dem Blog sein. Man übergießt ihn mit Liebe und Pflege und Posts, alles ist überwässert und zu voll, am Ende hat man keine Lust mehr auf das ständige Bewässern und lässt ihn mal vor sich hin dümpeln. Aber dann kommt der Punkt, wo man ihn noch retten kann oder ihn verdörren lässt.
FK25

Pausen sind in Ordnung, legitim, vollkommen erlaubt. Jeder braucht Pause von seinem eigenen Blog irgendwann. Man hat sich sattgesehen, man steckt fest, mal will gleichzeitig voran und ist überfordert.

Vielleicht ist diese Pause für einige bloß der Start in dieses aufregende Abenteuer, welches noch kommen wird?
Motivation kann schnell nachlassen, wenn man zu wenig Zeit hat. Das heißt, dass ihr euch ins Gedächtnis rufen müsst, dass man den Blog gut einteilen kann (zB Posts vorab gestalten und planen).
Bleibt nicht an der selben Stelle mit eurem Blog stehen, nur weil es den LeserInnen gefällt. Mögt ihr einen Teil nicht mehr, weil ihr wenig Interesse hegt und das ist gut so, denn wir entwickeln und entfalten uns alle, dann streicht ihn. Es wird so viel Neues zu entdecken und auszuprobieren geben! Das Wichtigste ist, dass ihr mit eurem Inhalt eins seid und absolut dahinter stehen könnt.
Ein Ratschlag von mir ist noch jener - lest andere Blogs und Seiten, die euch inspirieren. ABER hier kommen wir zu einem ganz kritischen Punkt, der in dem Kurs noch nicht so richtig Eingang gefunden hat bisher. Wir lesen oft Blogs und danach sind wir traurig. (Ich zumindest.) Traurig, weil wir das nicht so gut können, weil wir nicht dieses perfekte Leben haben, diese Möglichkeiten, dieses Aussehen, diese Produkte, diese Fähigkeiten - weil oft alles bei anderen tausend Mal besser aussieht. Ohmy, ich kenne das Gefühl zu gut und habe es in den letzten Jahren versucht umzuwandeln. Nicht in puren Neid, denn Neid macht einen Menschen böse und gehässig.
Roosevelt sagte mal: "Comparison is the thief of joy." Diesen Satz habe ich mir eingeprägt, weil er so simpel und so wahr ist. Wir sollten uns nicht dauernd vergleichen und im Vergleich weniger wertig behandeln, wir haben alle verschiedene Talente und können diese eben zeigen oder nicht - viele haben eben Talente, die man nicht "verbloggen" kann und üben sich daher an anderen Dingen, die sie mögen. Das ist toll! Man muss nicht die Perfektion sein, nicht mal annähernd. 


Wir sind keine durchgestylten Magazine, für die 100 Leute arbeiten und jeden Eintrag 10x probelesen und Fotostudios haben und all das Equipment, für perfekte Weißtöne in den Bildern. Wir sind ganz normale Leute, du und ich, die alleine oder in einem kleinen Team etwas so Mächtiges aus dem Boden gestampft haben. Seien es 10 Leser oder 100 oder 1000. Es ist toll, was ihr macht und das soll euch immer bewusst sein.

Lasst euch von anderen Blogs daher wahrhaft inspirieren, aber nie einschüchtern, denn wir wissen alle, dass auf den meisten Blogs nur die guten Seiten abgelichtet werden, dass neben der hübsch trapierten Vase ein Berg voll Wäsche liegt, den man eben am Foto nicht sieht. Fotos können immer lügen, das ist der kritische Teil an der Fotografie, aber vielleicht versucht ihr ja irgendwie bewerkstelligen zu können, dass man euch als richtigen Menschen kennenlernt, mit allen Ecken und Kanten.

Ein bisschen Eifersucht und Neid kann vielleicht gesund sein, dass ihr euch selbst antreibt, aber versucht nicht immer mit anderen mithalten zu wollen, sondern euer eigenes Ding durchzuführen. Messt euch nicht an dem Können anderer, sondern an eurem eigenen. Entwickelt euch weiter im Vergleich zu euch selbst. Es ist euer Blog. Es ist euer Leben.
Auf eurem Blog habt ihr diese wunderbare Freiheit dafür, eure eigenen Talente zu zeigen.


Det3

Motivation soll längerfristig anhalten. Sie soll der Antrieb sein, der Hand in Hand mit der Flamme, die da in euch brennt, geht. Manchmal kann es zu große Ausmaße auch annehmen, dann nehmt euch bewusst zurück. 

Ich ertappte mich selbst dabei, als ich mal mit meinem Bruder stritt, weil er keine Zeit hatte, Fotos für mich zu machen, dann musste ich mir irgendwas einfallen lassen und baute die Szene selbst auf. Ich versuchte meinen alten Header (mit dem gelben Kleid) eine Woche lang zu shooten, dauernd regnete es. Ich fuhr hunderte Kilometer alle Gegenden hier ab, da ich eine weiße Scheunenwand dafür haben wollte - leider fand ich nie eine, dann wurde es eben der bläuliche Himmel.
Ich gehe im Winter bei 0 Grad mit befülltem Tablett und Handschuhen bewaffnet in den Garten, weil dort die alte Holztür zum Fotografieren liegt und friere mir dabei meinen Po ab, ich schreibe bis drei Uhr morgens Blogposts, weil ich es liebe, muss aber um halb sieben wieder aufstehen, ich checke konstant meine Mails und Facebook- sowie Instagramseite und finde mich furchtbar dabei, so ein Internetkind zu sein.. - wie ihr seht, irgendwann ist die Flamme dafür etwas zu groß und ich würde euch empfehlen, dann tieeeef ein und auszuatmen und statt dem Handy mal ein gutes Buch in die Hand zu nehmen, über das ihr anschließend NICHT bloggt, denn wie gesagt, alles muss nicht immer verwertet werden. 


Ich habe auch mittlerweile den Weg eingeschlagen, dass ich Sachen nicht nur  FÜR den Blog mache, sondern sie eine gute Begleiterscheiung sind, sie danach zu verbloggen. Das hat mir sehr viel Last abgenommen und vieles erleichtert. Man kann sich nämlich auch wahnsinnig machen dadurch.. glaubt mir das  :D

Als "Belustigung" habe ich noch ein paar behind the scenes stories für euch:
* Diese drei Outfits zog ich alle hintereinander an, mitten im Wald neben einem Wanderweg stand ich also im Oktober in Unterwäsche da und wollte gerade die Strumpfhose wechseln, als Jules Stimmen hörte und ich mit einem Hechtsprung hinter einem Holzstoß landete - ouch ^^'
* Hier hatte ich nach den Fotos einen so krassen Heuschnupfenanfall, dass ich gar nichts mehr gut sah und Angie mich herumlotsen musste mit dem Auto.
* Hier lief hinter mir ein Jogger vorbei, den ich erst Zuhause auf Fotos bemerkte, da ich ja alleine mit Stativ unterwegs war.
* Als Angie und ich diese Fotos in Kroatien machten, hatte sie so Hunger, dass wir lieber das Bild vor ihr Gesicht hielten, weil ihr Blick schon so "grantig" war.
* Diesen gesamten Urlaub lang hatte ich Angina und unglaublich schmerzende Mandeln.
* Diese Schuhe habe ich seit dem DIY nie getragen, ich finde sie süß, aber fand nie Anlass.
* Den ersten Cardigan versaute ich dann beim zweiten Herz, weil ich unabsichtlich ein Loch reinschnitt, den zweiten habe ich wieder entherzt, da ich sonst keinen normalen grauen hatte.
* Beim Erkunden dieses Gebäudes rutschte ich im Wald aus, schlug gegen einen umgeknickten Baum, der morsch war und abbrach, fiel den Hang hinter und schrammte mir meinen kompletten Oberschenkel auf - danach war er wochenlang dunkelblaugrünviolett.
* Ich trank von diesem Chai so viel und aß gleichzeitig den Kürbiskuchen aus dem Special, dass mir speiübel wurde - mit Sicherheit Kürbisüberschuss.


PS: Am 20.4. findet der nächste Workshop mit dem Thema Fotografie statt.
Freue mich auf TeilnehmerInnen, es wird ganz großartig! (Infolink)

Ich bin für rege Motivationstipps und Einfälle in den Kommentaren dankbar und erfreut!!


EDIT

7. April 2013

Travelguide Novalja + Zrce - Kroatien

Oh Kroatien! Ich mag dich so gerne, dein klares Wasser, das leckere Essen und die Mentalität, welche ich in den letzten Jahren meist abseits vom Touristenwirbel genossen habe. 2010 verschlug es uns nach Ribarica, welches gegenüber der Insel Pag am Festland liegt. Zwei Wochen lang Ruhe und Abgeschiedenheit. Ein Fischerdörfchen und das Meer genau vor der Haustür. Zwei Jahre später, 2012, ging es mich durch puren Zufall nochmals in die Nähe - auf die Insel Pag selbst, der wir damals für einen Tag einen Besuch abstatteten. Es war merkwürdig auf der gleichen Fähre zu stehen, die heißen quietschgelben Plastiksesseln brennend auf den Oberschenkeln, die kühle Brise im Gesicht, welche die Schlaflosigkeit wegzuwehen versuchte, über die gleichen Hügelkuppen zu brausen, die gleichen Straßen entlang zu gehen. Zwei Jahre. Und alles sah schon anders aus. Mehr touristisch. Bars, eine Partymeile, viele Restaurants. Unser Appartement irgendwo in der Mitte zwischen Abgeschiedenheit und lauter Musik, für uns ideal.


Da viele im August (ewig her!) anfragten, ob ich ein wenig über den Urlaub in einem Guide erzählen kann, mache ich heute einen etwas anderen Travelguide von damals für euch - warum anders? Wenn man solche Reisen braucht, braucht man vielleicht mehr Infos (zum Beispiel Anreise und genaue Entfernung der meisten Sachen, da es ja keine wirklich guten öffentlichen Verkehrsanbindungen gibt). Also los!

Eins sei gesagt: Pag (mit der größeren Stadt Novalja darauf) sind definitiv nicht nur Orte, wo man wegen Abgeschiedenheit und Ruhe hinsollte - da gibt es bessere, zum Beispiel Karin in der Nähe von Petrcane, da gab es vor ein paar Jahren noch nicht mal nachts öffentliche Beleuchtungen in Form von Straßenlaternen, lediglich der Mond beflackerte die stille schwarze Wasseroberfläche spärlich.

A. und ich kamen ja samstags (Mitte/Ende Juli) an und waren von der Prag- und Bosnienreise davor so geplättet, dass wir die ersten drei Tage am Strand vor uns hin brutzelten (sie eher als ich, meine Haut kommt mit zu viel Sonne nicht klar, wobei ich so braun wie noch nie geworden bin, ohoo!) und abends wie ein altes Ehepaar im Bett lagen, während ich mir die Augen aus dem Kopf weinte (Fault in our stars) und sie sich den Bauch vor lachen halten musste (Maria ihm schmeckt's nicht) - eines meiner Lieblingskopfbilder des vorangegangenen Jahres. 

Als wir zu unserem Strand in der prallen Mittagshitze wanderten meinten wir desöfteren, dass so ein richtiger Cluburlaub nichts für uns wäre. Der Meinung bin ich noch immer. Ich bin so aufgewachsen, wenn es mal Urlaub gab, dann keine Hotels, dafür Appartements, wo man alle Freiheiten hatte - und das liebe ich noch heute. Wir gingen dennoch jeden Abend essen und versuchten - ich glaube vier?! Restaurants in dem kleinen Städtchen.


Die Tage bestanden hauptsächlich aus Stunden, die man am Strand verbrachte - wir fanden einen superschönen Platz unter einem toll verschnörkselten Baum, hatten türkisblaues Wasser vor uns, welches ab Montag relativ warm war - zuvor gab es wohl Gewitter, da war es sehr kühl. Man konnte ewig weit rein waten und stand noch immer nur bis zur Hüfte im Wasser - von der Menge an Leuten war es sehr angenehm, man konnte auch noch ein Stück weiter wandern, wo gar keine mehr aufzufinden waren. Die Luft roch so gut dort! Das Meer vorne und dahinter zirpende Wälder mit duftenden Wiesenblumen - die Atmosphäre war unbeschreiblich dort - die Sonne brannte wie von Sinnen auf uns herab, das verdörrte Gras unter den Zehen - das macht die Hitze immer, alles ein wenig surreal und fast schon gemalt wirken lassen.

Dienstag  fuhren wir tagsüber auf der Insel herum und kamen dann endlich auch am Strand von Zrce vorbei. Oha. Da waren sie also, all' die jungen Menschen, denn es stellte sich heraus, dass dies' einer der größten Partystrände in Kroatien sei. Wir entschlossen kurzerhand ein restliches Wochenticket zu buchen (dh für abends, tagsüber kann man dort kostenlos hin), da das Papaya (einer der größten und berühmtesten Clubs dort, hallo über 135k Facebooklikes) zehnjähriges Bestehen feierte und recht gute DJs und Programme anbot. Am Abend nahmen wir den Shuttlebus von Novalja nach Zrce (15 Min. Fahrtzeit etwa), das ging ohne Probleme und man lernte schon dort schnell neue Bekanntschaften kennen. 

Wir kamen etwa gegen 23.00 an und fanden fast leere Clubs vor... okay. Das ist also ein riesiger Partystrand. Nachts auch? Eine Stunde später nahmen wir unser vorschnelliges Urteil zurück, die Clubs füllten sich zum Bersten und das Tanzen endete auch noch nicht um sechs Uhr morgens als längst die Sonne wieder aufgegangen war. Musikalisch findet man dort hauptsächlich elektronische Musik vor. Das mag ich beim Fortgehen sehr und auch typische Chartsmusik kann man dort genau deshalb genießen, da ich es immer wieder faszinierend finden, wie so viele Menschen und Kulturen aufeinander treffen können und dann vereint zu einem Song singen.


Mittwoch pausierten wir dann und fuhren auf der Insel herum - sahen uns Pag, die Hauptstadt auf Pag, an, was aber nicht so spannend war und fuhren auch noch an das andere letzte Zipfelchen "Lun" und wanderten dort durch einen riesigen Olivenhain  - das war auch recht hübsch,, die Bäume hatten verschnörkelt graubraune Stämme und malten fantastische Muster in ihre Rinden. 
Donnerstag und Freitag gingen wir wieder fort, wobei Freitag am wenigsten los war - das lag wohl daran, dass die meisten am Samstag abreisen mussten, inklusive uns.


& hier die üblichen Kurzfassungen und Tipps von A. und mir:

Die Insel ist längsgeteilt, sucht das mal auf googlemaps via Satellitenbild, sehr spannend anzusehen. Ich darf es leider nicht screenshoten (ist geschützt). Ihr werdet alles entweder in graugrün oder weißbeige sehen. Wieso? Das ist das Besondere an der Insel! Auf der nordöstlichen Seite gibt es kaum "Leben", nur Kalk und Sand und Stein - das ist deshalb so, da gegenüber das Velebitgebirge ist und dort sehr oft die berühmtberüchtigte Bora herrscht.


Das ist ein sehr starker Wind und lässt sich auch gut an den - ich sage gerne dazu "Wolkenwürsten" -  ganz oben am Gebirge erkennen. In Ribarica wehte es uns damals fast weg, in Novalja ging es, da die Insel den meisten Wind abhält (und darum auf der Küstenseite zum Festland hin fast kahl ist).


Und auf der anderen Seite:

 



Fahrtzeit sind von Wien etwa 9-12 Stunden (je nach Verkehr und Wartezeit bei der Fähre. Es empfiehlt sich am besten gegen 8-10 vormittags schon bei der Fähre am Festland zu sein, da selbst, als wir um 9 dort waren noch über eine Stunde warten mussten, was nicht schlimm ist, weil man sich die Zeit mit Fotos und der Vorfreude vertreiben kann oder Italienerin zusehen konnte, wie sie mit Koffern über den Hügel runterfuhren). Wir fuhren auf der Autobahn bis nach Zuta Lokva und dann über das Velebitgebirge (das finde ich immer SO schön und dann der erste Blick aufs Meer über all' die Inseln, herrlich!). Dann via Senj zur Fähre (Trajektna luka Prizna). Die Fährenfahrt dauert etwa 20-30 Minuten, kostete ca. 50-60€ für Hin- und Rückfahrt (Kann mich nicht mehr so gut erinnern.)
(Anderer Weg: Wir lernten Briten kennen, die nach Zadar geflogen sind und dann ein Mietauto hinauf nach Pag nahmen, was nicht mehr so weit zu fahren ist.)


Größere Kartenansicht



Geschlafen haben wir in einem Appartement genau zwischen dem Ortskern Novaljas und unserem Strand, zu dem wir meist zu Fuß marschierten. Die Vermieterin war sehr freundlich, das Appartement schlicht, wie man es von Kroatien gewöhnt ist - ohne Luxus oder sonst was, aber ausreichend und gemütlich, mit Balkon und Parkplatz vor dem Haus.
Man muss da sehr aufpassen, wo man hinbucht, da dort Appartements noch und nöcher rausschießen und teilweise relativ weit weg vom Meer schon gebaut werden - aber bei den meisten Buchungsseiten sieht man gleich auf der Karte die Lage.
Hier ist die Seite unserer Appartements: Sokola 


Achja unser Strandname: Babe, dort konnte man sich auch Sonnenschirme ausborgen, hatte eine Strandbar, Volleyballplatz und sehr sauberes Wasser > siehe die Beschreibung oben des Strands. Wie ihr seht war, für das, dass Hauptsaison ist gar nicht viels los, dafür aalten sich alle an der Strandpromenade direkt neben der Straße (eeew!)



Ich weiß die Namen der Restaurants leider nicht mehr, aber ich versuche es so: Essen gegangen sind wir zwei Mal in ein teureres Fischrestaurant (war von der Qualität sehr lecker), zwei Mal mitten im Zentrum, da waren sehr viele massive Holztische und es sah aus wie das Innerste eines Schiffs, was relativ günstig war (zu empfehlen dort war die Pizza!), einmal auch im Zentrum, was aber teuer und nicht so lecker war (umgeben von einer Steinmauer mit kleinen Bullaugen) und dann fanden wir einen superleckeren Italiener (in Kroatien ^^'), der sooo gute Pizzen hatte, das war in einer Seitengasse hinter den ganzen Bars verdeckt von Lauben, unter denen man saß - sehr gemütlich.
Am besten alles durchprobieren würde ich fast empfehlen. Es gibt auch viele Cocktailbars, bei denen man in den lauen Nächten gut sitzen kann.



So und hier noch ein paar Eindrücke von Zrce, wo man fortgehen "muss", wenn man wohl dort ist - zumindest sollte man das einmal gesehen haben. Sie haben verschiedene Festivals mit sehr guten und sehr bekannten DJS, schaut euch einfach mal hier um: http://www.papaya.com.hr/ (es gibt auf Zrce etwa 5 Clubs glaub ich, die alle ähnliche, aber doch unterschiedliche Musik spielen. Der Alkohol ist dort sehr günstig und die Eintritte zu den Festivals im Gegensatz zu anderen Festivals auch. Es gibt außerdem die Möglichkeit zum Bungeejumping und selbst eine riesige Achterbahn befindet sich dort.)
Die Afterbeachpartys sind wohl auch legendär, da waren wir aber nie, da die schon um 16.00 begonnen haben und bis 20.00 gehen > danach wird erstmal ausgespannt, bevor es gegen Mitternacht wieder voll ist in den Clubs (und so gute Stimmung herrscht!)


Habt ihr Lust bekommen? Hier gibt es noch einen Veranstaltungskalender, der alle wichtigen Infos für euch beherbergt: http://zrce.eu/
Und hier geht's direkt zum Kalender mit allen Party- und Festivalinfos: http://zrce.eu/partykalender/

PS: & wisst ihr was das beste daran ist? Während ich diesen Post schreibe, weiß ich, dass wir dieses Jahr wieder hinfahren werden - weil es einfach toll war, alles passte, die Fährenübersetzung aufregend, die Musik sehr gut für uns, der Preis passt und wir noch zwei weitere gute Freundinnen animieren konnten, uns dieses Jahr dorthin zu begleiten.



EDIT
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