29. Juli 2012

Nähanleitung Kissen mit Reißverschluss

Hallo ihr lieben Magnoliaelectric LeserInnen, ich bin Lu, 25 und lebe im wunderschönen Potsdam bei Berlin, wo ich Anglistik / Amerikanistik und Germanistik studiere und neben der Uni noch in einem Stoffladen arbeite.  Seit 2 Jahren schreibe ich den Blog Luloveshandmade, auf dem ich meine Nähprojekte zeige, Einblicke in meinen bunten Alltag gebe und tolle Selbermach-Ideen zeige. :) Bei DaWanda gibt es dazu auch noch einen Shop mit demselben Namen (http://de.dawanda.com/shop/luloveshandmade), in dem ich meine handgemachten Dinge verkaufe, die das Leben schöner machen sollen. :)


Die liebe Stef hat mich eingeladen, für ihren Blog einen Gastbeitrag zu schreiben, deshalb möchte ich euch zeigen, wir ihr einen einfachen Kissenbezug mit Reißverschluss nähen könnt. Diesen Bezug kann man auch für Stuhlkissen benutzen, da ich euch zeige, wie man noch kleine Kordeln zum Festbinden mit annäht – diese kann man aber auch genauso gut weglassen.
Los geht’s! :)


 Was ihr braucht:
- Ein einfaches Kissen (meines hat die Maße 35x35cm)
- Papier, Lineal und Schere um eure Vorlage zu erstellen
- Stoff (für ein Kissen von 35x35cm Größe braucht ihr zwei viereckige Stoffstücke mit den Maßen 36x36cm)
- Optional: Baumwollkordeln (ca. 1m)
- Einen Reißverschluss mit einer Länge von ca. 30cm
- Nähsachen: Nähmaschine (mit Reißverschlussfüßchen), Garn, Stecknadeln, Maßband, Schere, etc.

1. Erstellt euch eine Vorlage für den Kissenbezug. Schneidet dann zwei Stoffstücke aus, die an allen Seiten 1cm breiter sind als der eigentliche Kissenbezug, das ist dann die Nahtzugabe. Bei einem Bezug für ein Kissen von 35x35m müssen eure zwei Stoffstücke also 36x36cm groß sein.
2. Zeichnet mit Hilfe der Vorlage die Linien auf, auf denen später genäht wird und legt beide Stoffschichten rechts auf rechts aufeinander, also jeweils mit der bedruckten Seite.
3. Am unteren Ende des Kissen, wo später der Reißverschluss sein soll (hier auf dem Bild ist das an der oberen Kante, da der Bezug auf dem Kopf ist), markiert ihr je links und rechts (da, wo mein Finger hinzeigt) eine Linie, die ca. 3-4cm breit ist.


4. Auf genau dieser Linie wird jetzt nun genäht, somit werden die beiden Stoffschichten an genau diesen zwei Stellen aufeinander genäht. Das ist dann die Naht, die später seitlich den Reißverschluss einfasst.
5. So muss das dann am besten aussehen. :)
6. Seht ihr, hier zeige ich euch nochmal, wie die zwei Stoffschichten rechts auf rechts aufeinander liegen. Am oberen Ende (was später unten mit dem Reißverschluss sein wird) seht ihr die Markierung, an der wir die Stoffe zusammen genäht haben.
7. Nun braucht ihr ein Stück Reißverschluss, das von der Länge genau mittig in die beiden Markierungen passt: Es muss also schmaler sein als die 35cm Durchmesser vom Kissen, aber etwas breiter als die Öffnung, die zwischen den zwei Markierungen noch übrig bleibt.



8. Nun muss der Reißverschluss wie auf dem Bild an einer Seite festgesteckt werden. Dazu liegt der Reißverschluss so auf dem Stoff, dass der Zipper unten ist.
9. Jetzt braucht ihr das Reißverschlussfüßchen, das könnt ihr in eure Nähmaschine einsetzen.
10. Als nächstes wird mit Hilfe des Reißverschlussfüßchens der auf dem Kopf liegende Reißverschluss wie auf dem Foto gezeigt an den Kissenbezug angenäht, möglichst nah an den Zähnchen des Verschlusses.
11. Sobald ihr an der Stelle mit dem Zipper angekommen seid, lasst ihr die Nadel der Nähmaschine im Stoff stecken (damit der Stoff weiterhin an der Stelle fixiert bleibt), klappt allerdings das Füßchen hoch und schiebt den Zipper unten drunter durch und näht dann dahinter weiter.


12. Genauso muss es nun auch mit der anderen Seite des Reißverschlusses gemacht werden, geht dafür vor wie in Schritt 10 und  11.
13. Stellt bei eurer Maschine einen Zick-Zack Stich ein und versäubert damit die Kante, an der der Reißverschluss auf dem Stoff liegt.
14. So, im Moment sind die zwei Stoffschichten ja nur durch den Reißverschluss und die kleinen Nähte daneben miteinander befestigt. Sofern ihr Kordeln an eurem Kissen haben wollt, um es an einen Stuhl zu binden, ist nun der richtige Zeitpunkt dafür. :) Wenn ihr keine Kordeln haben wollt, könnt ihr Schritt 14 einfach überspringen. :) Schneidet ansonsten einfach 4 gleich lange Stück Kordeln ab, je ca. 25cm lang. Bindet jeweils in das eine Ende einen Knoten (damit die Kordeln später nicht aufdröseln) und legt immer zwei Kordeln mit dem anderen, unverknoteten Ende in eine der beiden Ecken des Kissens, die sich neben dem Reißverschluss befinden. Wenn gleich die zwei Stoffschichten aufeinander genäht werden, können dabei die Kordeln einfach mit eingenäht werden.
15. Bevor die Kordeln festgenäht werden, kann man die beiden Stoffschichten, die ja am Reißverschluss miteinander verbunden sind, noch einmal auseinander klappen und rings um den Reißverschluss herum mit einem Steppfuß absteppen, dann sieht das alles noch ordentlicher aus.


16. + 17. So, in den beiden Ecken neben dem Reißverschluss befinden sich ja noch unsere 4 Kordeln. Nun werden die zwei Stoffschichten wieder ordentlich aufeinander gelegt und ringsum mit Stecknadeln festgesteckt. Jetzt kann man anhand der Linie (die wir in Schritt 2 markiert haben) einmal ringsum nähen. Somit werden nun die zwei Stoffschichten an allen Seiten (außer an der Seite, wo der Reißverschluss ist) aufeinander genäht und dabei werden auch die Kordeln mit eingenäht.
18. Jetzt könnt ihr wieder einen Zick-Zack Stich einstellen und ihn benutzen, um den Kissenbezug ringsum an der Nahtzugabe zu versäubern (an den drei Seiten, an denen nicht der Reißverschluss ist), damit sich der Stoff nicht hinterher auffädelt und beim Waschen zu viele Fäden zieht.
19. Am Ende werden noch vorsichtig die 4 Ecken abgeschnitten, aber dabei nicht die Naht selbst treffen!  Die Ecken schneidet man ab, damit sich der Bezug hinterher besser umstülpen lässt und damit dann auch die Ecken schön ordentlich aussehen.
So, das war’s! :) Nun könnt ihr den Bezug nach außen umstülpen und seinen Anblick genießen.



Ich hoffe, die Anleitung hat euch Freude gemacht und wenn ihr Fragen dazu habt oder irgendwas nicht ganz klar war, lasst es mich wissen! :)

Liebe Grüße

EDIT

22. Juli 2012

PRAHA II

tourists come and go.
but travelers try to experience, to understand.
and in the process, learn something about themselves.






















{& weil es sein musste}:

to live.
is to travel.
and it's all about:
exploring.
embracing.
learning.
living.
EDIT

20. Juli 2012

Snickercupcakes

Ein Wunsch meines Bruders für den Sweettable waren Snickercupcakes und da ich mal wieder experimentieren wollte, versuchte ich es ohne Rezept - lediglich mit den Bestandteilen von Snickers selbst: Schokolade, Nüsse, Karamell.


 Im Endeffekt sind sie sehr lecker geworden und ich würde sie definitiv nochmals backen. Das Rezept für euch:

Zutaten für 12 Cupcakes
175g Butter
170g Zucker
3 Eier
350g Mehl
2 TL Backpulver
175ml Milch
1 kl. Päckchen Vanillezucker
5-6 Rippen Kochschokolade
200g Schokoflocken
Erdnüsse, ungesalzen
Prise Salz

Topping:
200g Butter
175g Frischkäse (Philadelphia Natur)
4 EL Staubzucker
1 kl. Päckchen Vanillezucker
Karamellsauce
Snickers



175 g weiche Butter mit 170 g Zucker schaumig / fluffig schlagen. 3 Eier, 350 g Mehl, 2 TL Backpulver, Vanillezucker, Schokoflocken und 150ml Milch dazugeben. Weiterschlagen bis sich eine schöne geschmeidige Masse ergibt. 1 Prise Salz dazu, nochmals durchrühren. Die Schokoladerippen mit 25ml Milch im Wasserbad oder in der Mikrowelle schmelzen und zu der Masse geben. Am Schluss die Erdnüsse mit einem Mörser oder der Gefriersäckchen-Klopfer-Variante zerkleinern und alles nochmals durchrühren.
Form gut einfetten und einbröseln, Backofen auf 180 Grad (Heißluft) vorheizen. Muffins ca. 30-40 Minuten backen. 
Währendessen das Topping abrühren: Alle Zutaten bis auf die Karamellsauce mit dem Mixer gut verrühren. Auf die ausgekühlten (!) Muffins spritzen und mit Snickerstückchen sowie Karamellsauce verzieren. 


Bezugsquellen der Deko:
Milchflasche & Flaschenkorb: Zaubergarten
Serviette: H&M Home 




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17. Juli 2012

PRAHA I

Oh Prag, oh Prag - ich habe dich ja voriges Jahr schon in mein Herz geschlossen und dir da einen großen großen Raum gewidmet und jetzt? Nach vier weiteren Tagen in dieser Stadt kann ich nur sagen, dass dir dieser Platz zurecht gehört. Ich liebe diese Stadt so sehr. Die Aussichten, die Straßen, die Gebäude - dieses geballte Zentrum am Oldtownsquare, die Menschen - auch wenn die Stadt teilweise schon sehr überfüllt ist. 


Ich liebe dieses unbeschwerte Reisen, das Mosaic-Hostel, zu dem ich immerimmer wieder zurückkehren würde, denn die Atmosphäre ist kaum in Worten auszudrücken. Ich liebe die Belushibar, die zu dem Hostel gehört, die einen mit guter Indiemusik, leckerem Mojito und der Möglichkeit dort alle Hostelleute einfach kennen zu lernen, versorgt. Der Green-Room als Chilloutplatz war dieses Mal der perfekte Ort um um fünf Uhr morgens mit G. aus Brasilien über Mariokart zu diskutieren und mit dem Freund (?) einer Texanerin und weiteren Australieren zu skypen (sowie am letzten Tag drei Stunden im Halbschlaf auf den Zug zu warten und nebenbei Geschichten aus aller Welt zu lauschen) - alles skurille Momente, wenn man die Zehen in den grünen Wuschelboden gräbt und draußen die Sonne aufgeht, später im Stiegenhaus auf den Stufen sitzt und mit A. über alle Erlebnisse plaudert und die Rollläden automatisch herunterfahren lässt, weil einem sonst beim Einschlafen die Sonne blenden würde.


Dieses Mal waren wir auf zwei Pubcrawls, am Donnerstag vom Hostel aus - das eignete sich gut, um viele Menschen kennen zu lernen, die einem dann tagsüber über den Weg laufen und zuwinken oder am nächsten Abend freudeschreiend herlaufen und "Heeey Austriiia" schreien. 
Das Leben ist voll von kleinen pulsierenden Tatsachen. Und auch wenn an uns die Schlaflosigkeit zerrte und wir uns nicht  mehr wünschten als sobald als möglich wieder ein Kissen unter dem Kopf zu haben, möchte man doch nicht solche Augenblicke nie erlebt haben - denn Prag ist nicht nur tagsüber atemberaubend, wenn die Dächer rote Wellen schlagen und man in einen zimtigknusprigen Baumkuchen beißt oder Möwen kreischend um Brot kämpfen (A.'s Lieblingsszene..), sondern auch genau dann, wenn man vorher noch zwischen zuckenden Laserstrahlen, künstlichen Nebelschwaden und lauter Musik sich tanzend von allen Lasten befreit hat und anschließend aus dem Club in ein aufwachendes (oder nie schlafendes) Prag kommt - die Wände der Häuser golden leuchten und die Moldau ruhig neben uns her fließt und man sich anblickt und weiß - das ist das Leben.





















{Ich habe dieses Jahr zwar total viele Bilder gemacht, aber irgendwie blieb die Kamera dennoch oft in der Tasche -witzigerweise vor allem bei blauem Himmel und Sonne // Es schien oft die Sonne bei 20-25 Grad, nur sieht man das auf keinem Bild, haha -// und viel besser war es oft, einfach dahinzuschlendern und alles zu genießen. Daher sind es eher randomn-Bilder und können Prag selbst nur schwer beschreiben geschweigedenn es der Stadt gerecht werden, wie ich finde.}

Für alle, die noch nicht so lange mitlesen: Hier gibt es Fotos von Prag im August 2011 (digital) und (analog). Sowie einen Pragguide, den ich, wenn ich von der ganzen Reise retour bin, erweitern werde.

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