27. Juni 2012

a vintage inspired wedding shoot

Im Juni hatte ich auch noch mein erstes Hochzeitsshooting, das war quasi mein Geschenk an meinen Cousin und seine Freundin, nun Frau. Am Ende des Tages bedankte sich E. ungefähr dreitausend Mal für die Bilder und ich bin gespannt, was sie sagen wird, wenn sie die ganze CD in den Händen halten wird. Für euch gibt es eine kleine Auswahl.
Das  Thema war etwas vogellastig, wie man sieht und passte herrlich in den Garten, in dem gefeiert wurde. Ich hatte freie Accessoireauswahl und konnte machen, wie ich möchte - das war der Vorteil daran und es scheint für sie sehr gepasst zu haben!

Bearbeitungsmäßig muss ich noch schauen, ob ich zufrieden bin, das sind die ersten Versuche - prinzipiell mache ich das immer so, dass ich es erst mal paar Tage nach der Bearbeitung ruhen lasse und nochmals Korrekturen vornehme, das passierte jetzt nicht : )













(Es gäbe noch so viele mehr, vielleicht kommt irgendwann eine zweite Ladung!)

Wenn ich die Fotos so betrachte, bin ich sehr stolz auf mich. Sie zeigen genau das was, mir wichtig ist. Wärme, Zufriedenheit, die Farben habe ich ein wenig verblassend gewählt, den Stil "vintagemäßig" angepasst, so hatte es sich E. gewünscht, so liebe ich es zu fotografieren. Auf der anderen Seite werde ich auch ein bisschen traurig und wütend, wenn ich mir denke, dass manche FotografInnen tausende Euros mit solchen Shootings verdienen und die Ergebnisse (obwohl sie eine Ausbildung hätten) nicht mal halb so gut aussehen - nämlich oft zu neutral, steril und ohne jeglichen Hintergedanken. Photography - why you can't be my job?


Girlande von Renna Deluxe: Klick.

PS: Die Gewinnerinnen der Glücksschmiede Juni 2012 wurden bereits per Mail am Sonntag benachrichtigt!

EDIT

24. Juni 2012

{my first} sweet table {for my parents}

Anlässlich des Geburtstags meiner Mama und der Silberhochzeit meiner Eltern gingen wir schön essen und genossen den Nachmittag im familiären Kreis Zuhause im Garten bei schönstem Wetter, wo ich ein Kuchenbuffet gezaubert habe. Ich habe versucht, den Aufwand so gering wie möglich (vier Stunden Backzeit/Küchenzeit) zu halten, da ich wie gesagt derzeit relativ viel um die Ohren habe. Insgesamt ist es aber gelungen und allen schmeckte es!


Thematisch war es relativ offen - sommerlich von den Farben, viel verschiedene, aber alle im pastelligen Bereich, ich mochte es und meine Eltern auch (das Wichtigste daran) - nun Schluss mit all' den Worten, hier Eindrücke meines ersten richtigen Sweet Tables: 











Tipps von mir zu Sweet Tables:
* Es sieht auf den ersten Blick nach viel und reichlich Arbeit aus, aber man kann sich das alles gut einteilen. Auf alle Fälle vorher einplanen, wie viel Leute hier sind und was wirklich gegessen wird (das auf dem Bild war für 23 Leute geplant, wobei am Ende noch reichlich übrig blieb, das dann mitgegeben wurde.)

* Überlegt euch ein ungefähres Farbkonzept. Ich habe hier schon die Befürchtung gehabt, dass alles gar nicht zusammenpasst, da ich länger Materialien sammelte - aber es ist zwar sehr bunt geworden, dennoch stimmig.
* Wenn ihr nicht viel Zeit habt, ihr aber trotzdem tolle bunte Ergebnisse wollt, beschränkt euch auf Rezepte, die ihr kennt, beziehungsweise schon mal gemacht habt und abändern könnt. So habe ich für beide Tartes Fertigblätterteig verwendet und besonders bei Tartes kann man mit dem Variieren von den fruchtigen Belägen tolle Abwechslung schaffen. 
* Die Macarons sind ebenfalls gekauft, da diese besonders aufwendig zu machen sind und das nicht möglich gewesen wäre.
* Selbstgemachte Limonade? Total vergessen -> in die Mason Jars kam Erdbeerlatella. 
* Um ein wenig mehr anbieten zu können (und auch für die Kinder- aber nicht nur), Vorratsdosen mit Bonbons, Keksen und Marshmallows füllen. 
* Bringt Frische auf den Tisch - Obstsalat und Erdbeeren gehen immer!
* Für das Decken des Tischs habe ich etwa 30 Minuten gebraucht, diese Zeit unbedingt einrechnen, aber so knapp als möglich am Partybeginn halten (-> an Sommertagen schmelzen euch die Cremen sonst weg!)
* Alle Kuchen/Tartes vor dem Servieren anschneiden, damit man nur noch ein Stück nehmen muss.
* Stellt alle Kamerafunktionen vorher ein, sonst seid ihr wie ich ein Stressbündel, dass aufgrund der eintreffenden Gäste alle Fotos in drei Minuten gemacht hat und dann auch noch auf Größe "S" (...) // und der Weißabgleich war ebenfalls zu bläulich eingestellt .. aus Fehlern lernt man oder wie war das?



(Happy Bday, Mama nochmals, du großartige Frau! & auf weitere fünfundzwanzig Jahre so eine Familie zu sein, <3!)

Die Rezepte der Cheesecakemuffins gab es vorgestern schon, die anderen Rezepte folgen irgendwann.




Bezugsquellen Materialien:
Mason Jars, Becher, Luftballons, Papierbunting, Strohhalme, Kerzen, Cakebunting: Blueboxtree
Flaschenkorb rechts, Milchflasche: Zaubergarten
Aufbewahrungsgläser, Souffleschälchen: Kika
Muffinförmchen und Topper: Sweet Laura
Tortenplatte Glas mit Kuppel: Westwing
Tortenplatte Keramik: Bellaflora
Holzbesteck (Löffel): Casa fi Falcone
Servietten: H&M Home  
Muffinskarussell: Nanu Nana



EDIT

22. Juni 2012

Chocolate-Cheesecakemuffins

Vorige Woche feierten wir Mamas Geburtstag - sagte ich ja schon - , mehr zeige ich am Sonntag noch, hier mal das Rezept für superleckere Cheesecakemuffins, die ich zum ersten Mal an einem ausgezeichneten Spieleabend in Wien bei und von der lieben C. gegessen habe. Nachmachfaktor hoch tausend!


Rezept:
Double Chocolate Cheesecake Muffins

Teig
30g Butter
80g Zartbitterschokolade
200g Mehl
100g Zucker
200ml Milch
2 gestrichene TL Backpulver
2 EL Kakaopulver
2 Eier
50g Schokoladenraspel

Frischkäsecreme
250g Frischkäse
1 Ei
30g Zucker
1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
etwas Zitronensaft

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und über dem Wasserbad schmelzen.
Den Ofen auf 180° vorheizen.
Mehl, Backpulver, Kakaopulver und Zucker miteinander vermischen. Die Butter schmelzen und in einer weiteren Schüssel mit den beiden Eiern und der Milch verquirlen. Zu den trockenen Zutaten geben und gut miteinander verrühren. Nun die flüssige Schokolade untermischen und zuletzt die Schokoladenraspeln einrieseln lassen.
Für die Käsecreme nun Frischkäse, Zucker, Ei, Vanillepuddingpulver, Vanillepaste und Zitronensaft glatt rühren.
Eine Muffinform mit Papierförmchen auslegen. Den Teig auf die Papierförmchen aufteilen. Auf den Teig nun 1-2 Esslöffel der Käsecreme geben.
Die Muffins im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 35min backen. Anschließend in der Form nochmals 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf einem Kuchenrost ganz auskühlen lassen.

Sie hat das Rezept auch von irgendwo, Quelle leider unbekannt.

Sie sind so unglaublich lecker! Und besonders, wenn sie noch warm und ganz fluffig sind!


Die süßen Muffinsutensilien sind übrigens von Sweet Laura: Klick.
Sie sind von der Greengate Gartenpartykollektion. 

SOMMER & YYY:
In den nächsten Wochen werde ich freitags relativ unregelmäßig  den YYY posten, also lasst euch überraschen. - Der nächste wird im Zuge des Instagramreviews ausfallen, danach versuche ich aber Eistee selbst zu machen.

(& heute wurde ich auf bei der lieben Lu vorgestellt, danke - ich freue mich über alle neuen LeserInnen und verweise als Orientierung gleich auf die "new reader"-Seite.)



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18. Juni 2012

abandoned office

Unglaublichen Dank für euer Feedback zum vorigen Eintrag. Ich bekam von euch nicht nur meterweise Kommentare, sondern auch zahlreiche Mails, die mir allesamt so viel bedeuten! - Ich habe jede einzelne eurer Geschichten gelesen, genickt, ein bisschen geweint, gelacht und mittlerweile ist dieses Gefühl im Magen, der Klumpen, ein wenig leichter geworden. Schreiben hilft da immer recht gut. Ich würde euch liebend gerne zu jedem einzelnen Kommentar Feedback geben, aber mir fehlt die Zeit gerade so sehr. Aber seid euch bitte bewusst, dass ich es gelesen, verstanden und geliebt habe!! Vielleicht habe ich in naher Zukunft mal einen ruhigen Abend, an dem ich Zeit zum Retourschreiben habe, denn ich möchte das nicht schnell abklatschen, sondern wenn, mich euch widmen.

/// Als A. und ich vor zwei Wochen unterwegs waren, um die restlichen Layoutfotos zu shooten, verweilten wir relativ lange vor einer verlassenen Papierfabrik, da diese nun mal wunderschöne rote Ziegelsteine, zerbrochene Fenster, die mittlerweile von Efeu und Hollunder eingenommen werden, hatte. Gegen Abend entschieden wir dann, dass wir auch in die Fabrik schauen möchten und fanden ein kleines kaputtes Fenster, durch das wir einstiegen. 

Fabriken gehören eigentlich so sehr zu den Gebäuden, die ich interessant finde - sie sind meist zu groß und zu leer. Auch diese bestand aus vielen einsamen und leergefegten Hallen, nur noch einige Schilder zeigten auf, was früher hier gearbeitet wurde. 
Die Fabrikbilder selbst werde ich ein anderes Mal zeigen, denn unsere Aufmerksamkeit galt einem winzigen Bürotrakt im zweiten Obergeschoss. Schon beim Eintreten überkam mich Gänsehaut. Das Licht war durch die vorgezogenen bodenlangen Vorhänge schummrig - Vorhänge, die schon längst in ihren kleinen fein gewebten Löchern Staubsammlungen angehäuft haben. Der Boden verschluckte jegliches Geräusch unserer Schuhe und so tapsten wir wie Gespenster durch die einsamen Räume.








Verlassen und verschwunden. Als hätten sich die Menschen darin aufgelöst. Als wären sie nach Hause gegangen nach einem langen Tag der Arbeit und nie wieder zurück gekehrt. Ja - solche Räume nehmen mich mit auf eine Reise in die Vergangenheit, fangen mich ein - spinnen mich ein. Apropos Spinnen. Das Merkwürdige an der ganzen Sache war noch immer, dass alles relativ sauber schien. Am Tisch lag nur eine minimale Staubschicht, kein Ungeziefer, keine Vandalen (bis auf die Türspuren?) waren hier. Nur anhand der alten Postkarten und Stempel auf noch immer ungeöffnenten Paketen konnte man erahnen, dass hier zum letzten Mal vor etwa dreißig bis vierzig Jahren gearbeitet wurde.




Wir ließen das meiste unberührt, blätterten nur kurz in kleinen Büchern und verschwanden danach ebenfalls, wie die Menschen, die damals einfach gingen, die Tür hinter sich schlossen und niemals zurückblickten. Wir blickten retour. Auf das riesige Gebäude, das kahl und nackt von der Natur zurückerobert wird. Zum Schornstein, der in den Himmel ragt und keine Wölkchen mehr produziert. Unsere Beine schoben sich mechanisch durch das wogende Gras, welches viel lauter war als der grasgrüne Teppich, der einsam in der zweiten Etage für immer grünt. Egal ob eisige Temperaturen an die verschlossenen Fenster kratzen oder das Herbstlaub langsam seinen Weg durch das modernde Dach findet.


Fotos (C) by Angie D. & Stef D.

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16. Juni 2012

thinking about life {a lot of words and thoughts}

Eigentlich sollte ich jetzt lernen, aber was kann ich besser als das? Prokrastinieren. Schon länger habe ich das Bedürfnis, hier einfach mal das zu schreiben, was mir in letzter Zeit andauernd im Kopf herumschwirrt. Und das ist derzeit mehr als genug, mehr als ich oft ertragen kann und vor allem zu viel, um es mit einem Eintrag wahrscheinlich abzuhaken - also warne ich vor, das könnte vielleicht länger werden. Worte und Gedanken  - über Flausen in meinem Hirn und wollknäuelartigen Verstrickungen meiner Gedanken.

Ich habe kalte klamme Finger und weiß nicht, wohin mich dieser begonnene Post führen wird. Wir werden sehen. - Vor mir Lernunterlagen für die nächsten Prüfungen, die ich ganz anders als ich es sonst tue, schon jetzt herausgekramt habe und mich ihnen widmen wollte. Aber mein Kopf ist voll. Zum Bersten voll mit Dingen, die weder Hand noch Fuß haben - also schreibe ich. Schreibe ohne nachzudenken oder zu stoppen, schreibe für mich, schreibe an euch. Schreibe um leerer  zu werden und gleichzeitig alles zu ordnen.
Ich frage mich oft, wie man sich mich vorstellt, vom Blog aus alleine gesehen? Dauerkreativ und immer am werken? Das stimmt vielleicht etwas, aber in letzter Zeit habe ich mehrere sehr antriebslose Phasen, tumblre wie eine Verrückte bis vier Uhr morgens und höre wie mein Herz über jeden weitergerebloggten Post über schöne Menschen, Abenteuer und gute Zeilen schwer seufzt. Das mag vielleicht melodramtisch klingen, dazu neige ich beim Schreiben recht oft. Wenn das nicht gefällt, dann bitte erst gar nicht weiter lesen. Ich warne vor.


Ich sehe Menschen, die zusammen grillen, campen, reisen, die Zeit ihres Lebens erleben und habe nur in meinem Kopf: Ich will das auch! Ich will reisen, neue Erfahrungen sammeln, mit Menschen über den (Nicht)-Sinn des Lebens diskutieren, in Prag auf der Schlossmauer sitzen und der Stadt beim Einschlafen und Aufwachen zusehen. Ich möchte ein altes Wohnmobil, mit dem ich durch die Gegend fahre und von dem leben, was gerade erreichbar ist. Ich will diese schönen Foodfotos machen, oder Schnappschüsse, die vor Leichtigkeit nur so strahlen. Ich möchte mich verbessern und gleichzeit zufrieden mit mir sein - etwas, was angesichts der derzeitigen Lage in weiter Zukunft zu liegen scheint.


Ich möchte glaube ich noch nicht vierundzwanzig werden, denn das ist eigentlich schon eine merkwürdige Zahl. Zweiundzwanzig und dreiundzwanzig. Das waren bis jetzt die Jahre! Ich war doch gerade erst achtzehn, maturierte, begann die Universität zu meistern, war in einer Beziehung, die mich am Ende beinahe ein ganzes Jahr lang dazu veranlasste, mich wieder zusammen zu kehren. Stückweise. In den letzten beiden Jahren aber durfte ich glaube ich die schönsten Zeiten genießen. Dafür bin ich unendlich dankbar und ich weiß es zu schätzen! Sogesehen bringt Mitte 20 zu sein eine Menge an Vorteilen mit sich.


Mir ist klar, dass das alles, was ich hier schreibe, Luxusprobleme sind, aber diese habe ich derzeit. Ich werde nächstes Jahr mit der Uni fertig und beginne mein praktisches Jahr in einer höheren Schule. Ich habe alles getan, dass ich aus der Schule damals rauskomme und tue mittlerweile wieder alles um reinzukommen. Der Gedanke ist so absolut absurd, ich weiß auch nicht.
Mit sechsundzwanzig werde ich dann normal verdienen, einen Lehrerjob haben und mich durch wohl zahlreiche Aufgaben und Hindernisse kämpfen, die man anfänglich haben wird. Ich mag diesen Job, ich mag ihn sehr - das zeigten mir auch alle Praktikumserfahrungen. Er gibt mir Möglichkeiten und Stabilität - Abwechslung und Zukunftsvisionen. Es ist das, was ich (unter anderem) möchte.
Aber ich habe immer das Gefühl in mir, dass ich mehr erreichen will und sollte und sowieso irgendwas schaffen, dass mich vollends erfüllt. Nur weiß ich nicht was das jemals sein soll. Ich habe das Ziel derzeit vor Augen verloren, weil es irgendwo in der Ferne verschwimmt und nicht mehr lesbar ist.

Ich befinde mich nun schon länger auf einer viel zu langen Straße, die ein paar Einbuchtungen hat, die sich Abenteuer nennen. Hier verweile ich öfters. Stunden- oder tageweise und trabe dann im Trott des Alltags voran. Erledige meine Aufgaben. Uni, Arbeit, Freunde, Familie, Blog. Liebe es mich diesbezüglich verwirklichen zu können. Habe aber Angst, nicht alles so auszukosten, wie ich es tun müsste. (Wobei ich es doch so sehr mache, jeden einzelnen kostbaren Tag, den ich mit Freunden verbringe oder lachend beim Grillen mit der Familie oder auch mal alleine mit einem Buch.)
Nur ist immer wieder dieser Schatten da, der mich ein wenig gefangen hält. Der mir vorzeigt, was andere Menschen in ihrem Leben haben und ich ein bisschen neidvoll mir wünschen würde, einen Teil davon auch erleben zu dürfen. (Ich weiß, dass viele so viel weniger als ich haben, manche gar nichts, aber ich hoffe, dass auf dem Punkt nicht herumgeritten wird.) - Ich versuche mein Leben in dem Maße zu führen, dass ich es vollkommen ausschöpfe. "you only live once, but if you do it right - once is enough." und das möchte ich am Ende behaupten können, dass ich alles gemacht habe, wonach mir war. Wir sind meist sowieso von uns selbst gefangen und diese Stricke versuche ich immer weiter nach und nach abzustreifen. (& glaubt mir, da ist angesichts meiner ganzen Entwicklung schon viel passiert. Hallo wenig Selbstbewusstsein und so!) - Wir sind viel zu sehr darauf bedacht, wie wir auf andere wirken ohne darauf zu achten, wie man auf sich selbst wirken sollte. Ich möchte in den Spiegel sehen und ohne Bedenken nicken und wissen - das bin ich! Und wisst ihr, das habe ich in den letzten zwei Jahren so gut hinbekommen. Ich bin zufrieden wer ich bin, großteils. Und darauf ein wenig stolz. Aber manchmal ist das Spiegelbild mit zu viel Dunst angeschlagen, wie jetzt vielleicht. Und darum schreibe ich  - um alles wieder klar zu wischen.


Ich habe alle Möglichkeiten offen, ich könnte irgendwohin gehen und dort neue Zelte aufschlagen, aber ich setze mir hier zu viele Grenzen. Ich möchte zwei Leben haben - eines, das niemals sesshaft ist und eines, das eben diesen gesellschaftlich auferlegten "Traum" erfüllt - Job, Familie, Haus, Kinder.
Was ich hatte war eine unglaubliche Kindheit, mit allem, was man sich wünscht und auch eine Jugend, die ich ausnutzte so sehr es ging - traf Freunde, ging bis zum Morgengrauen - bis mittags - fort, - Es gab so viele Tage, an denen das Leben still ausgekostet wurde, an denen wir unsere Füße in den See hielten und uns an den Händen. Wir hüpften kreischend durch das kalte Flusswasser und wärmten unsere klammen Hände am Lagerfeuer. Sie waren so eingefroren, so sehr, wie wir es mit der Zeit machen wollten. Still halten, stehen bleiben. Irgendwann weitergehen. Und jetzt gehe ich, gehe an dieser  langen Straße und habe Angst, dass sie immer nur gerade weiterführt, in einer strikten vorgegebenen Linie über die Landkarte. Mit Bergen und Tälern dazwischen, die mir das Leben willkürlich auf die Route setzt. 

Vielleicht liegt hieran das Problem mit Mitte zwanzig, vielleicht gibt es diese Quarterlifecrisis, weil wir uns gerade in diesem Alter befinden, wo alles/vieles gefestigt werden sollte, wo es viele Umbrüche gibt, viele Lebensphasen, die uns für immer prägen werden. Die Angst, etwas falsch zu machen.
Mir tut es manchmal weh, wenn ich mit anderen verglichen werde - Cousinen und Cousins, die im etwa gleichen Alter sind und heiraten, Kinder bekommen. Das sind auch diejenigen, die hier sesshaft sind. Und nicht reisen. Reisen ist für mich so wichtig, reisen ist wie ein ganzes Buch zu lesen - von vorne bis hinten, von der Mitte bis zum Anfang. Zitate zu markieren und Seiten rauszureißen. Nicht zu reisen ist als würde man dieses Leben nur in der Hand halten und den Buchdeckel anstarren, der zwar verlockend hübsch wirkt, aber man aus verschiedenen Gründen es nicht schafft, ihn zu öffnen und einzutauchen.
Es ist für mich gut so wie es ist (auch wenn es für andere merkwürdig erscheint - es ist eben mein Leben), auch wenn natürlich manchmal der Wunsch besteht wen an seiner Seite zu haben. Aber das haben Menschen meist so an sich. Vielleicht sind meine Erwartungen zu groß, vielleicht auch nicht. Ich finde es gut so, finde es gut, dass ich Zeit für mich habe und für mich lebe, für niemand anderen, wie ich es noch vor ein paar Jahren getan habe. Ich habe die freie Wahl, ob ich nun einen hübschen Mann, der mir gefällt, küsse, Nächte zu durchtanzen und die beste Taxifahrt meines Lebens zu haben (die ohne zu übertreiben filmreif gewesen ist!) oder früher nach Hause zu gehen, weil ich müde bin. Ich lebe es so, wie es mir gefällt, zum Großteil zumindest.


& was nun? Ich habe Gedanken in Worte verfasst und vor euch hingeschleudert. Jetzt liegen sie nass und ausgekotzt hier und alles was bleibt ist eine gewisse Leichtigkeit. Ich bin sie los, was ihr auch immer damit macht, sei euch überlassen. Ich würde mich aber freuen, wenn ich wüsste, dass ich nicht alleine dastehe, mit solchen Überlegungen und Zweifeln - mit diesem Hadern - mit viel zu viel Denken und nächtelangem Philosophieren.
Wir - du und ich, er oder sie -  sprechen oft von unserem jeweiligen Leben und den Erscheinungen und den Personen, die darin mitspielen und mitspielten. Wir sprechen oft von Menschen, die uns früher viel bedeutet haben, aber die wir nun gar nicht mehr wahrnehmen. Wir sprechen von Zeiten und prusten noch immer wegen lustiger Anekdoten los, wir treffen Freunde, die nicht älter zu werden scheinen, wir erinnern uns an die Nachtfahrten durch das dunkelorange Lichtermeer ohne Ziel. Wir stürmen wild und ungestüm durch unser Leben.
Es sind diese weltvergessenen Tage, die man in sein Herz, tief unter der Brust einschließt, um in wehen Tagen lächelnd an sie zurückdenken zu können, um die damalige Luft zu spüren, um die Wärme zu spüren, um den Wind zu spüren, der einem die Sinne wegpustete. Wahrscheinlich ist das auch die Antwort auf diesen ganzen Eintrag - man lebt für genau das.

Wir sprechen von der Vergangenheit oft lieber als von der Zukunft und das vielleicht deshalb, weil wir uns nicht zu ahnen trauen, was noch alles auf uns zukommen wird. Möglicherweise liegt es daran, ein bisschen Angst vor ihr zu haben - Angst davor, dass plötzlich auf dieser geraden Straße eine scharfe Kurve auftaucht und wir (noch) nicht die Fähigkeit besitzen, sie problemlos zu meistern.



(* Wörter auf den Fotos nicht von mir, sondern alle mal in meinem 'Wörterbuch' niedergeschrieben.)

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15. Juni 2012

Gyrosauflauf

In meiner Lieblingspizzeria gibt es sehr leckeres Hühnergyros - meine Mama versuchte sich an einem eigenen, das Grundrezept schrieb sie mal wo auf (leider keine Quellen mehr vorhanden) und änderte es nach unserem Familiengeschmack ab. Raus kam ein unglaublich leckerer Gyrosauflauf, der zwar würzig ist, aber nicht zu viele Geschmackskomponenten hat.
 

Das am Foto sind mehr Zutaten, da wir für zwei Mal gekocht haben, ich schreibe euch hier die Version für ca. vier Portionen auf:

* 700g mageres Schweinefleisch
* 4 Zwiebeln
* 3 Knoblauchzehen
* 2 Paprika (rot)
* 400g Weißkohl
* 130ml Wasser + 2 Würfel Gemüsebrühe
* 200ml Saure Sahne (Sauerrahm)
* 2-3 Peperoni (mild)
* 1 Packung 250g Schafskäse (Feta)
* Öl, Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Oregano, Kreuzkümmel 

& so geht's:
Das Schweinefilet kurz abspülen und trocken tupfen. In kleine Streifen/Stücke schneiden. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und schneiden (Streifen, Ringe, wie auch immer ihr das gerne mögt). 2 Knoblauchzehen auspressen, mit 3 EL Öl und den Gewürzen (Salz, Pfeffer, ---- Paprikapulver, Oregano, Kreuzkümmel - jeweils so 1-2 TL von den hinteren Gewürzen) in einer  größeren Schüssel verrühren. Das Wasser kochen und mit den Gemüsebrühenwürfeln versehen. Die Brühe zu der Öl-Gewürzmischung dazugeben. Die Zwiebelstücke und das Fleisch ebenfalls dazu geben und gut durchmischen. Im Kühlschrank am besten über Nacht, aber mindestens 3 Stunden ziehen lassen, damit es schön zart wird.

Einstweilen kann man die Paprika waschen, entkernen und schneiden. Der Weißkohl wird ebenfalls dieser Prozedur unterzogen. Alles in feine Streifen schneiden. Eine Pfanne erhitzen, 1-2 TL Öl dazu. Die Fleischmasse anbraten (ca. 5-6 Minuten). Die Weißkohlpaprikamischung dazu, weiter braten und mit der sauren Sahne verfeinern. Nochmals kosten und nach Belieben nachwürzen. 

Den Pfanneninhalt in eine Auflaufform kippen, mit zerbröseltem Schafskäse und geschnittenen Peperoni bestreuen und bei 180 Grad Heißluft (vorgeheizt) ins Backrohr geben. Ca. 25-30 Minuten backen.

Dazu gab es:
* Baguettescheiben, die mit mit einer Knoblauchpaste (Öl, gepresster Knoblauch, Salz) bestrichen wurden und im Backofen kross gebacken wurden.
* Tsatsiki aus 400ml Joghurt, 1 Salatgurke, Kräutern und Salz.


Guten Appetit!


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12. Juni 2012

magnoliaelectrics new layout {2012}

Eigentlich wollte ich das Layout erst in zwei Tagen online stellen, aber da ich gerade jetzt Zeit habe (vier Stunden verschlafen, wie kann man nur...) und ich somit nicht mehr auf die Uni fahren muss, gibt es das neue Design heute schon. Es ist seit etwa 3-4 Wochen schon so halbfertig - nur hatte ich immer Wetterpech, was das Headershooting betraf.

Endlich mal ein Schnappschuss, auf dem ich wie ein normaler Mensch aussehe, :D

Im Endeffekt wurde es auch nicht genau so, wie ich es wollte, aber ich bin mittlerweile halbwegs zufrieden. Geplant war eine weiße Scheunenwand, davor Fahrrad, Bücher, - Dinge, die ich nun mal mag. Und jetzt ist es das - ich und eine Girlande mit magnoliaelectric und ich muss sagen, dass ich diese Schlichtheit sehr mag. Und ratet! Ich habe es ganz alleine hinbekommen, uhhh!
PS: Die Girlande ist übrigens von renna deluxe, hier kann man sich ganz individuell welche zusammenstellen. 


Heute möchte ich euch das neue Layout ein bisschen vorstellen, da es ein paar neue Dinge zu entdecken gibt.



Es gibt nach wie vor die Navigationsbar unter dem Header. Home führt euch auf die Startseite. Das About ist prinzipiell gleich, aber die Beschreibung und das Foto wurden geändert. Gleich geblieben sind DIY und Recipes, sowie Press und Advertise - bis auf Fotos innerhalb der Bereiche.

Die Navigationsbar oben hat sich ansonsten um ein paar Bereiche erweitert:
- Eine Outfitübersicht
- Wanderlust - Hier findet ihr eine Übersicht all' meiner Reiseabenteuer, also die Travelguides und die Fotos von meinen Reisen
- Portfolio: Führt noch zu einer "Coming Soon"-Seite. In Zukunft möchte ich ein halbwegs präsentables Portfolio meiner Fotografien gestalten, das muss leider noch warten. 
- Contact: Schlicht und einfach die Kontaktmöglichkeiten & die rechtlichen Hinweise

In der linken Sidebar eine kurze Beschreibung zu mir und dem Blog und anschließend ein Link zu "new reader? start here!" - für alle neuen LeserInnen, aber auch all' diejenigen, die ein wenig Übersicht haben möchten.

Anschließend der Translator für das Übersetzen in andere Sprachen, auch wenn das nicht so wirklich gelingt, sprachlich. Den Grundkontext kann man aber wohl erschließen damit.

Neu sind die Features, die erweitert worden sind, dazu muss ich denke ich nicht viel sagen?
Neu ist hier der FAQ-Bereich, ich habe alle häufig gestellten Fragen gesammelt und dort beantwortet. Es wird öfters aktualisiert.

Unter den Features alle Möglichkeiten, wie ihr meinem Blog folgen könnt.

Dann noch die Buttons  zum Mitnehmen, hier habe ich neue entworfen in verschiedenen Größen.

In der rechten Sidebar findet ihr alle Plattformen, wo ich sonst noch zu finden bin. Neu ist hier mein wieder aktivierter tumblr: ohmykaleidoscopedreams.



Darunter die Sponsoren, dazwischen das Archiv und dann noch meine Blogging Friends mit der neuen Option ebenfalls ein Blogging Friend zu werden.

Ganz unten habe ich meine "favourite posts at the moment" verlinkt, die ab und zu wechseln werden.


Mein Plan war es, alles relativ einfach zu finden und übersichtlich zu halten, ich hoffe, dass mir das halbwegs gelungen ist. Und, dass es auf den unterschiedlichen Bildschirmen halbwegs passabel aussieht, denn bei mir ist es hübsch gelb und korallenfarbig und ein wenig apricot, sah es aber auch schon auf einem anderen, da war es eher bräunlich (bäh.)


Ich freue mich sehr über eure Meinungen und Kritiken und wünsche viel Spaß beim Entdecken!
  - vielleicht gehen ja bestimmte Dinge noch ab oder manche Links sind defekt (kann immer passieren, bitte melden!), aber erstmals habe ich genug vom html-Wirrwarr.

PS: Wenn ihr spezielle Fragen habt (layouttechnisch gesehen), stellt sie mir bitte nochmals extra via Formspring, da kann ich schnell und gut antworten. Recht viel erklären werde ich trotzdem nicht können, das meiste war ausprobieren und scheitern und irgendwann hinbekommen. Ich habe sowas nie irgendwie gelernt. Aber google war mein Freund und Helfer.

EDIT
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