27. Mai 2012

Travelguide Amsterdam

(Anmerkung: Dieser Travelguide ist von Frühjahr 2012, Mai und Frühsommer 2013, Juni. Die meisten Worte wurden über die Reise von 2012 geschrieben, die Updates von 2013 gliedern sich dazwischen ein und sind markiert.)

Mittlerweile habe ich mich wieder etwas gefangen, wobei ich noch immer traurig bin. Ein furchtbares Gefühl. Dazu kommt noch, dass meine Mandeln im Hals unangenehmen Tango tanzen und der Beginn des letzten richtig krassen Prüfungsmonats an der Uni. Meiste Zeit lag ich aber melancholisch im Bett, vergrub mich unter der Decke und las und las, um auf andere Gedanken zu kommen. So sehr hat mich ein Urlaub noch nie "mitgenommen", ach.

Die Stadt und besonders die Menschen, die wir dort trafen lösen das schubweise aus - aber ja. Was soll ich sagen. Reisen ist der Motor fürs Leben. Für Gefühle. Für Abenteuer. Und dieses Jahr wird der Motor noch ordentlich zum Laufen gebracht. Vorfreude!

Heute versuche ich Tipps und Ratschläge für Amsterdam aufzuschreiben. Wir sind mal wieder hingeflogen ohne irgendwas von der Stadt zu wissen - gerade mal wo das Hostel ungefähr liegt.  (Natürlich haben wir uns verlaufen.) Reiseführer hatten wir zwar gekauft, aber der blieb eigentlich die ganzen Tage im Koffer. So zu reisen macht großen Spaß, wer trotzdem paar "Insider" wissen möchte oder Orte, die ich gut - oder nicht gut fand, kann hier weiter lesen.


Amsterdam ist wohntechnisch schon eine teurere Stadt im Gegensatz zu den Städten, in denen ich bisher war. Für 4 Nächte im Durty Nellys zahlten wir pro Person etwa 160€ für ein Bett in einem 6-Bett-Zimmer. Inkludiert war hier aber noch Frühstück (8-11 Uhr, in Buffetform. Einfach, aber lecker und ausreichend.)
Das Hostel selbst liegt super zentral - 7-8 Gehminuten vom Bahnhof entfernt und 1-2 Minuten vom Damsquare. 
Es befindet sich am Rande des Rotlichtviertels und man darf sich von den Shops nicht abschrecken lassen. Dort stehen eben nebeneinander Coffeeshops, Sexshops, Gaybars, Sadomasoshops, Pornoläden - aber auch gute Bäckerein und süße Cafes. Das ist Amsterdam. Es war immer viel los auf den Straßen, sodass man auch als Mädchen nicht unbedingt Angst haben muss.

Die Mitarbeiter waren alle super freundlich, halfen wo es ging, auch als der Schlüssel für kurze Zeit verloren ging. Diese Schlüssel! Wir suchten so oft nach ihnen, das war schon der Running Gag am Ende. Wir entdeckten dort das leckere Wodka Soda Lime für uns und staunten, wie Leute bei Fußballspielen (Championsleaguefinale) abgehen können. 

Das Hostel ist kein 5-Sterne-Hotel, das muss einem klar sein. Die Badezimmer sind winzigwinzigwinzig, aber die Betten dafür total bequem. Wir hatten ein Zimmer zum Innenhof, der zwar nicht hübsch war, aber wir somit nicht der vollen Lautstärke ausgesetzt waren.
Es gibt auch WIFI, aber das funktionierte nur in der Bar unten. Ansonsten wie in jedem Hostel Rabatte auf Eintrittskarten, etc. - Es gibt auch ein Pubcrawl, welches sich Party Kings nennt, aber auf dem waren wir nicht. 
Aufgrund der Lage und der Gemütlichkeit würde ich es jederzeit wieder besuchen. 

Update 2013:

2013 haben wir eine Nacht im Exchange Hotel übernachtet.

The Exchange Hotel (http://www.hoteltheexchange.com/)
„The hotel with rooms dressed like models“ ist das Konzept des Hotels. Hinter dem schmalen Eingang befinden sich fünf Stockwerke Hotel, eingeteilt in 1-5 Sterne Kategorien-Zimmer. 
Die Zimmer sind alle individuell eingerichtet und man lässt sich beim Buchen auf ein Abenteuer ein.
Nachdem wir einchecken suchen wir  unser gebuchtes 4*-Zimmer. Nach etlichen Liftfahrten und Stufen (kennt jemand den Asterix und Obelix Zeichentrickfilm „..erobern Rom?“ und die Szene mit der Suche nach dem Passierschein A38? – Ja, genau so fühlten wir uns.) erreichen wir das Zimmer und sind … geschockt. Oder so ähnlich. Von der tiefschwarzen Decke läuft Farbe an den Wänden herab, der Boden ist mit Glitzerperlen gesäumt, die Einrichtung schwarz stählern und verschnörkelt und von den Wänden sehen uns verquere Gesichter an. Wir nehmen es mit Humor und setzen uns. Doch dann kommt das Unbehagen irgendwie doch durch. Hier schlafen zu müssen? Eher mit Widerwillen. In absoluter Dunkelheit? Denn das Licht im Zimmer ist äußerst spärlich. Nein danke. Fabiénne hat die Idee zu fragen, ob wir umziehen können. Ja – können wir. Fünfzehn Minuten später haben wir Balifeeling mitten in Amsterdam, ein riesiges Bett in einem Zimmer mit kleinem Balkon und Aussicht auf den Bahnhof Centraal und Damsquare sowie einer kleinen Leseecke. Wir sind zufrieden und fühlen uns wohl!
Das 4* Doppelbettzimmer kostete für eine Nacht (2013): 230€, also relativ teuer. Wobei das Wohnen in Amsterdam generell teuer ist, das sieht man auch bei den Hostelpreisen. Die Lage des Hotels ist aber grandios, genau zwischen Bahnfhof und Hauptplatz.



Wir saßen am Donnerstag - Anreisetag - gegen Mittag am Damsquare, waren bisschen hungrig, sehr müde, es hatte schlechteres Wetter und wir seufzten in Anbetracht dessen, dass wir nun mitten in Amsterdam saßen und schlechte Laune hatten. Dann startete die Free Walking Tour neben uns und wir spürten wieder diese Vorfreude - ab da wurde dann auch alles gut!
Freitags gingen wir dann selbst mit und siehe da - Amsterdam auch du wirst nun von uns geliebt. Die Guides haben es drauf, die Städte von ihren persönlichen Seiten zu zeigen und ich würde mir wünschen, dass es dann in absolut jeder Stadt geben würde.
Das Konzept: Man wird von Natives durch die Stadt geführt - dieses Mal dauerte es fast vier Stunden und alles wird durch persönliche Geschichten und Lebenseindrücke erklärt. Nach dem Rundgang weiß man so viel mehr über die Stadt und gibt dem Guide 'tips', also Trinkgeld. Die Touren gibt es auf Englisch und Spanisch. Der Vorteil ist außerdem, dass man für andere Touren oder das Pubcrawling Rabatte bekommt. Hier die Seite der sandemans new europe Tourenhttp://www.neweuropetours.eu/

Am Samstagabend machten wir noch die Red Light District Tour, welche 11€ pro Person mit Rabatt gekostet hat. Diese Tour ging von 7-9pm durch das ganze Rotlichtviertel. Wir erfuhren viel über Coffeeshops und das Sexbusiness und ich würde wirklich jedem dringend ans Herz legen, diese Tour zusätzlich zu machen. Man bekommt von der Stadt ein ganz anderes Bild und erfährt viele Informationen, die einem sonst nicht bewusst gewesen wären.



UPDATE 2013: Im Jordaanviertel kann man superschön bummeln und einkaufe. Die Schaufenster sind meist ausgefallen und designtechnisch 1A gestaltet. Die InhaberInnen sehr freundlich und bemüht. Selbst nach offiziellem Ladenschluss dürfen wir bei NIELS noch weiterstöbern, weil wir relativ spät das Geschäft betraten. Mit einigen Präsenten unter dem Arm machen wir uns wieder Richtung Innenstadt auf.
Shop: Niels (Adresse: Herenstraat 15C)
Shop: The Otherist (Adresse: Leliegracht 60)
 
Shop: i love vintage (Adresse: Prinsengracht 201)
Shop: Rock Paper Scissors (Adresse: Oude Leliestraat 10)  
Shop: Black Sheep Road (Adresse: Herenstraat 6)


Wir müssen Pannekoek essen! Und vielleicht Steak! Und Apfelkuchen! Das waren unsere Vorhaben - im Endeffekt aßen wir nur Apfelkuchen, dafür aber auch Vlaamse Frites (sehr dicke Pommes Frittes), die wohl so der Kebap oder die Curry Wurst als Fastfood dort sind. Wir gingen nie essen außer einmal Kuchen und einmal auf einen Snack - das stelle ich euch jetzt schnell vor.


Kuchen unbedingt bei "de taart van m'n tante" essen. Zwar etwas teuer und die Bedienung in unserem Fall sehr langsam, aber das ist es wert. So leckeren Karotten- und Apfelkuchen (warm!) - mhhh - habe ich noch nie gegessen. So gut die Kuchen sind - die Einrichtung ist der absolut schlechteste Geschmack der Welt, was aber die ganze Atmosphäre ausmacht. Plätze und somit Sitzgelegenheiten sind auch begrenzt.
Adresse: Ferdinand Bolstraat 10 - 1072 LJ Amsterdam

Am letzten Tag waren wir noch in einem gemütlichen Cafe/Bistro "de vergulde Gaper". Man konnte draußen sitzen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen, den Booten zusehen und leckeres Essen genießen. Wir hatten Lachsbrot mit Guacamole, das Club Sandwhich und eine Tomatensuppe. Wirklich empfehlenswert und satt waren wir danach auch. Mit 2 Getränken zahlten wir 24€.
Adresse: Prinsenstraat 30, 1015 DD Amsterdam 

UPDATE 2013: Es wurde noch mehr gesündigt und superlecker gegessen. Hier weitere Tipps:

Café Vlaamsch Broodhuys (Adresse: Haarlemmerstraat 108): Kleine Bäckerei mit Cafébereich. Man sitzt an einem großen gemeinsamen Tisch oder an der Theke. Die Karte ist leider nur auf Niederländisch gedruckt. Wir bestellen das, was wir am ehesten lesen können und bekommen ein riesiges knuspriges Brot mit Hummus, Artischocken und Mozzarella serviert. Die selbstgemachte Zitronenminzlimonade dazu erweckt alle Lebensgeister, yum!

Pancake Bakery (Adresse: Prinsengracht 191): Nachdem man etwa fünfzehn Minuten auf einen Platz warten muss (es stehen fast immer Leute an), kann man in dem gewölbeartigen Raum Platz nehmen. Es war leider etwas kalt, da die Tür für die anstehenden Leute ganze Zeit offen stand. Die Auswahl an Pancakes ist groß, nicht unbedingt günstig. Mit Pancakes sind hier allerdings schlichtweg Palatschinken gemeint. Sie sind gut, aber nicht überragend. Die Kirschen schmecken etwas schal, jedoch war die Bananen-Nutellamischung umso besser. Die Portionen sind sehr groß.


Restaurant De Kas (Adresse: Kamerlingh Onneslaan 3): De Kas ist das Restaurant eines großartigen Konzepts. Es befindet sich in einem Gewächshaus, rund herum sieht man Gemüse wachsen und fühlt sich in dem großen Glashaus fern ab von jeglicher Außenwelt und so gar nicht im städtischen Bereich. Der Regen prasselt kurzzeitig wie von Sinnen auf das Dach – im Restaurant ist nur das Gläserklirren und die vielen Gespräche mit ganz unterschiedlichen Sprachen zu hören. Wie funktioniert so ein Abend? Man bucht Plätze vor, denn spontan bekommt man nur selten Platz. Anschließend bekommt man ein dreigängiges Menü aufgetischt, auch eine vegetarische Variante gibt es. Kostenpunkt pro Menü etwa 50€. Das Essen ist sehr lecker und vollkommen ausreichend. Das Gemüse schmeckt frisch, intensiv, sonnengetränkt und ist grandios zubereitet. Man bekommt jeden Gang erklärt und weiß daher auch bei jedem Kräuterstück, was es genau ist.


Frühstück bei Greenwoods (Adresse: Singel 103): Das Café hat britischen Charakter, wenn man nicht wüsste, dass man in den Niederlanden is(s)t, könnte man auch meinen, dass man in London speist. Das Essen ist gut, die Eier aus Biohaltung und es gibt auch laktosefreie Milch. Die Preise sind ein wenig höher als zum österreichischen Vergleich, für frischen Orangensaft, Müsli mit Obst und Joghurt, einmal Frühstück mit Ei und Lachs, einmal vegetarisch, zahlten wir knapp 35€.
 


Puh. Also Amsterdam - da ist immer was los - außer sonntags, das mussten wir leider auch feststellen. Ich würde definitiv einen Aufenthalt von Donnerstag auf Sonntag oder so empfehlen, wenn man Party machen möchte. 
Amsterdam hat viele Pubs zu bieten und nachdem der Pubcrawl in Prag damals so erfolgreich war, machten wir das in Amsterdam wieder. Der einzige Nachteil ist, dass das schon um 8.30pm beginnt und es im Mai erst gegen 10 richtig dunkel wird. Wir machten das Ultimate Party Pub Crawl in Leidseplein. Durch die Freewalkingtour (siehe oben) bekamen wir hier auch 2€ Rabatt, also 18€ für eine Menge an Freigetränken und einen langen Ausflug in Amsterdams Nachtleben. Da wir als Gruppe von zehn Leuten hingingen, hatten wir schon von Anfang an mächtig Spaß, lernten viele viele Menschen kennen und es war mal wieder eine Nacht, die ich nie vergessen werdenmöchtewill. So soll das Leben nun mal sein.
Ich erwähne es auch hier: Das ist bestimmt nicht für jeden was, - es spielte auch in allen Clubs/Pubs fast die gleiche Musik, aber wenn man die richtigen Leute kennen lernt, ist das kein Problem. 

Generell sind Leidseplein und Rembrandtsplein für das Fortgehen sehr zu empfehlen und alles war zu Fuß sehr gut erreichbar.


Ähm ja. Normalerweise bin ich Museen und Kunstausstellung immer positiv gegenüber eingestellt und besuche mindestens eine, wenn ich in einer fremden Stadt bin. So gingen wir auch sonntags ins Van Gogh Museum und waren heilfroh, vorher Tickets im Hostel gekauft zu haben (14€ das Stück). Die Schlange war eeeeewig, sowas habe ich noch nie gesehen und selbst mit Ticket mussten wir eine halbe Stunde warten. 
Drinnen war ich gleich ein wenig sauer, da fotografieren verboten war. Was soll das. Das ist in Wien auch oft so. Dafür liebe ich Paris, dass man echt alles ablichten darf. Museen sollten keine stillschweigenden Orte sein, sondern Orte der Interaktivität und des Austauschs mit Leuten. Das sollten manche endlich mal kapieren. Im Endeffekt waren wir dann etwa eine Stunde drinnen und gingen gelangweilt wieder hinaus. Ich mag niederländische Malerei generell nicht so - Impressionismus und Symbolismus ja gerne, aber nicht so viel - das habe ich im Louvre schon im Schnelldurchlauf gemacht. - Wer also  daran Interesse hat, ist im Van Gogh Museum gut aufgehoben, wer nicht, gibt das Geld lieber für andere Ausstellungen aus.

Wie wir für die Worldpressphotoaustellung 2012, die in Amsterdam als erstes ausgestellt wird, da auch dort die Juroren die SiegerInnen bestimmten. Die Austellung war in einer großen Kirche und für 14€ für dieses Mal zwei Personen hat sich der Ausflug dorthin sehr gelohnt. Auch emotional - ich bin da einfach so sensibel und musste schon paar Tränen vergießen - speziell bei den Tsunamibildern, heftig.

Es gibt in Amsterdam bestimmt noch viele andere Sachen, die man ansehen kann, am besten auf Plakate achten, denn auch ein Fotofestival hätte genau an dem Wochenende stattgefunden, aber das war leider zu weit außerhalb für unseren kurzen Aufenthalt.  

UPDATE 2013: Auch das Stedelijk Museum wurde besucht:

Stedelijk Museum (Adresse: Museumplein 10): Das Museum ist von der Art und Weise der Ausstellungen und des Aufbaus der Räume dem Centre Pompidou in Paris nachempfunden. Auf der obersten Etage gibt es die Kunstwerke nach 1960, welche uns am besten gefallen. Wir spazieren durch hohe Räume und sind fasziniert von der Vielfalt an künstlerischem Schaffen. Neben magisch anziehenden tiefblauen Farben, eingeschlossen in gerahmte Quadrate, gibt es eine schwarzweiß Fotografieserie, die mich besonders in den Bann zieht. Die Vorfreude ist genauso groß wie das Wirken danach, das die Kunst einen mitgibt. Insgesamt fand ich das Stedelijk Museum für einen regnerischen Tag als Alternative gut, würde das Centre Pompidou in einem Rankin anhand der Menge an Installationen, zum Beispiel auch im Videobereich, vorziehen.


Man braucht in Amsterdam eigentlich nie öffentliche Verkehrsmittel, das ist alles zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. 
* Apropos Rad, wir borgten uns welche von YELLOW BIKES aus und waren sehr zufrieden. Für drei Stunden zahlten wir jeder 8€, für einen ganzen Tag zahlt man 12€. Achtung: Samstag sperrten sie schon um 17.30 (2013), nicht erst um 18:00.
* Uns wurde auch empfohlen eine Sexshow zu besuchen, zB im berühmten Casa Rosso. Aber als wir hörten, dass es einfach nur ein live Porno ist, ohne Handlung etc, sparten wir uns lieber das Geld. 
* Die Supermärkte sind toll, haben so viel Auswahl und sind nicht teurer als bei uns. Arizona Eistee 1,5 Liter gibt es dort für 1,20€ (...) - es gibt viele verschiedene Salate, die schon essfertig sind, so kann man gut und auch halbwegs gesund leben.
* Gute Fotos kann man beim Museumsplein machen - dort ist auch der große I AMsterdam Schriftzug. 
* Aufpassen vor Taschendieben, das ist zwar in jeder Stadt so, aber durch das viele Gedränge an Wochenenden sollte man doppelt darauf achten.
* Es gibt eine Einkaufsstraße (am Damsquare rechts hinein vor dem Coffee Day), wo sie Shirts mit Tumblr-Meme-Gesichtern verkaufen. Ich brauchte unbedingt ein ME GUSTA :D

* Achja - der Verkehr. (...) Passt sooo gut auf, auf Radfahrer, Autos und Straßenbahnen. Verkehrsregeln? Nein, gibt es dort nicht. Dort kommt einem auch die Fahrschule mit 70 Sachen in einer Fußgängerstraße entgegen. Und die Radfahrer scheinen dort alle sowieso immer Vorrang zu haben (das kosteten wir auch aus). Als wir das Rad ausborgten, fragte gerade jemand wegen Versicherungen nach. "Ja, die haben wir. Deckt aber nur Tod ab." - Öhhh, okay - "das kann schon mal passieren." - Ohne Worte. Am besten immer die Augen offen halten und lieber zweimal schauen.


Ansonsten gibt es nicht viel mehr zu sagen. Falls ihr Leute kennen lernen wollte, ab in verschiedene Hostels, auch das Saint Christophers, in der Kette wir auch in Prag waren, war gleich unser Nachbarhostel dort. Die Stadt genießen, herumschlendern, alles aufnehmen und dann mit eigenen Geschichten nach Hause fahren und auch ein bisschen weinen dürfen, dass alles vorbei ist.  Wie A. so schön sagte: 

"Es wissen und jetzt schmollen, dass es vorbei ist, ist immerhin besser als es nie erlebt zu haben."


Falls ihr schon in der Stadt gewesen seid und noch gute Tipps habt, könnt ihr sie gerne als Kommentar hinterlassen und ich versuche sie, noch als "Lesertipps" dazuzuschreiben!

EDIT

23. Mai 2012

I AMsterdam

Der Cursor blinkt seit etwa einer Stunde vor mich hin und jede winzige Sekunde schweifen meine Gedanken ab, ab in diese Stadt, von der ich zu schreiben versuche, von der ich gerne so viel erzählen würde, aber meine erlebten Kopfbilder einfach nicht in Worte fassen kann. Ich liebe Worte und das Schreiben, für mich selbst und nicht mehr oder weniger.
Ich würde so gerne alles festhalten, auf Film haben, um es mir immer wieder und wieder anzusehen,  diese fünf Tage zu memorieren und abrufbar zu haben. Doch das funktioniert leider nicht.


Alles, was ich derzeit sagen kann ist, dass ich todtraurig darüber bin, dass alles so schnell vorbei ging. Wir hatten, ich will es ja eigentlich nicht verschreien, aber wieder Mal dermaßen Glück und viele Parallelen zu Prag. Alles passte. Alles? Wie ist das nur möglich und wieso  dürfen gerade wir das so dermaßen genießen? Ich hinterfrage es am besten gar nicht mehr. Wir lernten wieder Australier und Engländer kennen, dann noch Bistra aus Bulgarien/Berlin und hatten die schönsten Tage überhaupt. Wetter, das Essen (wobei wir mal wieder eigentlich kaum was gegessen haben - die Stadt erfüllte einen mit so viel Energie, da war alles weitere unwichtig), die Freewalkingtour, unser Hostel, das Pubcrawling - die schönste Taxifahrt meines Lebens. Puh. Es schmerzt zu wissen, dass es vorbei ist. Ich wanke zwischen Euphorie und Niedergeschlagenheit. Mehr bringe ich nicht raus. - 


Darum nun die ersten Fotoeindrücke. Ich muss anmerken, dass ich noch  nie so wenig Fotos von einer Stadt gemacht hatte. Amsterdam ist wirklich bezaubernd, aber es war so schwierig alles zu erleben und gleichzeitig festzuhalten. Sehr merkwürdig alles. Video gibt es keines, dafür war absolut keine Zeit. Aber ich versuche einen kleinen Travelguide wie damals von Prag zu machen und den die oder nächste Woche noch online zu stellen.  
Achtung nun: Viele viele Bilder, dennoch.




















Die schönste Hauswand - sowas wäre toll für Outfitfotos. Passe ich nicht gut in diese Stadt?

 Motto des Urlaubs:
















Fotos: (C) by Angie D. (Canon EOS 350D 18-55mm) 
& Stef D. (Canon EOS 600D - 100mm & Iphone 4)


 (Danke an Angie, Bistra, Con, Johnny, Paul, Neil, Vince und Ryan für diese absolut gute Nacht!)

Samstagnacht unterhielt ich mich noch mit B. in unserem Hostelzimmer. "Es ist schon sehr traurig, dass man diese ganzen tollen Menschen innerhalb so kurzer Zeit kennen lernt und man sich nicht vorstellen kann, dass man nicht schon seit Ewigkeiten befreundet ist, sondern erst Stunden oder Tage. Und das Schwierige  noch dazu, dass man immer diesen bitteren Beigeschmack hat, dass man sie vielleicht nie wieder sieht, da sie am anderen Ende der Welt wohnen, dass man nur jemand ist, der an der Geschichte ihres Lebens kurz gestreift hat und umgekehrt ebenso. Und manchmal bedeuten diese geschlossenen Freundschaften viel mehr als welche, die man seit Ewigkeiten zu führen glaubt. Genießen und nicht weiter daran denken. Glücklich sein, es erlebt zu haben und nicht traurig darüber zu sein, dass es vorbei ist."

Wenn das alles bloß so einfach wäre.

EDIT

20. Mai 2012

smashbooking

In meiner howtostaycreative&inspired-Serie habe ich euch bei Teil 2 mein Smashbook bereits vorgestellt - nur befand sich zu dem Zeitpunkt noch kein Inhalt von mir darin auf. Mittlerweile ist es gut gefüllt mit Ideen und Gedanken, die ich mir über bestimmte Themen und Bereiche gemacht habe. Das möchte ich euch heute zeigen.

Auf dieser Doppelseite ist alles dem Thema Outfits gewidmet. Links die ersten eigenen Ergebnisse, die ich eigentlich sehr mag und Dinge, die mir bei dieser Kategorie wichtig sind - ich brainstorme da gerne so vor mich hin und führe mir das dann immer wieder vor Augen. 



Rechts sind noch Outfits, Kleidungsstücke oder Szenen, die mir sehr gut gefallen und mich für neue Themen inspirieren sollen. Besonders liebe ich das Outfit links unten - senfgelb und mint? Dazu diese Kette? Oh wow, ich würde das so gerne besitzen!
 

 
Diese Seite ist eher ein Fotoinspirationsseite, ich möchte unbedingt dieses Jahr noch die bereits lang ersehnten Fotos mit 'Sternchenwerfer' machen.



I like this - Seite // Rausgepickt habe ich Dinge, die ich derzeit sehr gut finde, nachmachen möchte oder einfach nur beim Ansehen genieße.


Auf dieser Doppelseite habe ich ein "Pocket" aus Scrapbookpapier gemacht, in das ich leckere neue Marmeladenrezepte stecken werde.

Als letzte Doppelseite für heute - es folgt bestimmt irgendwann mal wieder ein Post - eine Reiseseite für Amsterdam. Links wieder ein selbstgebasteltes Pocket für Reisetipps, dann 'rent a cute bike' steht eigentlich am Programm und rechts noch ein paar schöne Worte und Daten der Reise, auf der wir ja gerade sind. 





Fazit und Worte zum Smashbook:
Ich liebe dieses Teil, da es nicht leer ist und ich somit mir nicht denke, oh nein, ich muss ganz viele weiße Seiten füllen. Dennoch sind mir einige Seitenlayouts zu überladen, sodass ich sie noch nicht befüllt habe - da ich nicht wusste wie.

Ich bekomme in letzter Zeit viele Fragen, was ich so ins Smashbook reingebe und die einfache Antwort ist: Worauf ich auch immer Lust habe. Ich habe mir keine Themen oder Grenzen gesetzt. Fällt mir was ein, kommt es rein. Oder ich  klebe ein Postit auf die Seiten, die ich gut finde mit Themen, die mir gefallen und erarbeite mir dazu ein Konzept, wenn ich mehr Zeit habe.
Habt vor eurem Smashbook keine Angst. Ihr könnt es nicht kaputt machen. Es ist da, um all' eure Regungen im Gehirn, euer überfülltes Innerstes zu beherbergen und ist euch auch nicht böse, wenn eine Seite nicht komplett ausgearbeitet ist.

& für alle, die selbst auch einen Katalysator  brauchen, um Gedankenströme und Inspirationshochs aufzubewahren gibt es heute eine super schöne Mai-Glücksschmiede für euch:



Der 1. Preis ist ein Smashbook nach Wahl (Auswahl aus den angegeben Farben) und  damit man gleich starten kann ein Washitape (Like this tape) und ein Entertainment Pad (30 Journaling Cards in 10 Designs) dazu.  



Der 2. Preis ist ein Smashbook nach Wahl.  (Auswahl aus den angegeben Farben) 


Der 3. Preis ist ein 10€ Gutschein für die Scrapbook-Werkstatt.

Danke an die Scrapbook Werkstatt für diese schönen Preise! 


& für alle, die es gar nicht mehr abwarten können und total Bastellaune haben, habe ich etwas Grandioses:

(Ausgenommen sind nur Zeitschriften, Gutscheine und Scrapbook Werkstatt Kits)

PS: Falls der Code nicht so klappt, versucht es bitte mit Kleinbuchstaben: scrapmagnolia
 


Hier noch die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel der drei Preise:

* Ich würde mich freuen, wenn ihr Leser des Blogs seid oder werden würdet {bloglovin oder googleconnect/reader}

* Postet mir die Farbe aus der Auswahl an Smashbooks, die ihr gerne haben möchtet (TIPP: Im Scrapbook Werkstatt-Shop gibt es unter der Kategorie K&Company - Smashbooks - zu jedem Smashbook Videos, damit man sieht, wie die Layouts innen aussehen -> Sind alle unterschiedlich!)  

* Hinterlasst damit einen Kommentar mit eurem Vornamen & E-Mailadresse unter diesem Post

Zusätzliche Lose:
* Liket magnoliaelectric und die Scrapbook Werkstatt auf Facebook (2 Lose extra, also 3 Lose insgesamt) und fügt bei eurem Kommentar den Zusatz "FB-like" hinzu.


* Frei für: Österreich, Deutschland, Schweiz
* Auslosung via Losverfahren

* Ende: Sonntag, 27.05.2012 - 22:00
CLOSED!



PS: Die Schriftart, die ich verwendet habe, nennt sich Berimbau und habe ich hier gekauft.

EDIT
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