26. Februar 2012

Boo & Mr. Snowy


a couple of days ago i went outside with little Boo.
(edit: with Boo. He claimed that he's not little. I'm just too tall,
well - just the point of view, right?)
okay, so we went outside and there was not that much snow
(edit: Boo said there was a lot of snow... eeeerm.. right)

oh yes, even Danbos do freeze, so he got a scarf and earmuffs, cute, ya?


soo - we went outside and played  in the garden,
then Boo asked me how to build a snowman.
//you need three balls, something black for the eyes, a little carrot and arms.//

Boo started to roll snow together.

put them together.


added eyes, mouth and carrot.
and said 'Hello' to Mr. Snowy.


what a cute couple!

then I went inside to get my car keys -
went outside again and Boo said that he built a real snowman...


A Snowdanbo!


Life with Boo is always adventurous!


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24. Februar 2012

Kartoffellasagne

Ein neues Essensexperiment wurde ausprobiert, gekocht hat das hauptsächlich meine Mama, ich habe ein wenig geschnippelt, aber zeigen möchte ich es dennoch, da diese Lasagne so lecker war - es war nämlich keine Lasagne im üblichen Sinne mit Nudelplatten, sondern aus Kartoffelscheiben zusammengezimmert.


Kartoffellasagne

Zutaten für 2x4 Personen (aßen es an 2 Tagen)
10-12 Kartofffeln, fest (je nach Größe der Kartoffel)
500g Tomaten (gewürfelt, in der Dose)
500ml Milch
50g Butter
25g Mehl
450g Faschiertes (= Tatar / Hack) oder wahlweise vegetarischen Ersatz
2 Zwiebeln
2 Zucchinis
5 Karotten
1 Packung Pizzakäse / geriebener Käse
Gewürze: Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kräuter, 1 Knoblauchzehe (gepresst)

& hier ist das einfachste Rezept aller Zeiten:
Die Kartoffeln fest kochen und anschließend abschälen und in 1cm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebeln fein schneiden und mit etwas Öl anbraten. Das Faschierte/Hack/Tatar dazugeben und fertig braten lassen. Karotten in Scheiben schneiden und ebenfalls mit anbraten. Am Schluss klein gewürfelte Zucchinis dazugeben (nicht mehr kochen lassen, da sie sonst matschig werden).  Ebenfalls die Tomaten unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen. Das Mehl mit der Butter durchkneten und zusammen mit aufgekochter Milch vermengen. Die Mehlbuttermilchmischung ebenfalls würzen (Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Kräuter). Eine Auflaufform mit Margarine ausfetten und die Kartoffeln abwechselnd mit der Fleisch-Zucchini-Tomatenmasse und der Sauce schichten. Pizzakäse/geriebener Käse darüber  streuen und mit Alufolie abdecken. Im Backofen (vorheizen!) bei 220 Grad 10 Minuten backen, danach Folie entfernen und noch 5-8 Minuten nachbacken.

Dazu gab es Salat mit Paprika-Tomaten-Vinaigrette (Öl, Himbeeressig, Schuss dunkle Balsamicocreme, 1 TL Zucker, 1/2 TL süßer Senf, Kräuter)



Übrigens heißt es seit vorgestern für mich: Kein Fleisch (Fisch ist okay, aber nur manchmal) und nichts Süßes (also Süßes im Sinne von süße Snacks wie Schokolade, etc.). Mal sehen wie lange ich durchhalte. Das wiederum bedeutet auch, dass die YYY bis zu Ostern sehr vegetarisch angehaucht sein werden. Macht nichts, ist so und so sehr lecker. Prinzipiell mache ich das keineswegs aus religiösen Motiven, sondern mal mir selbst zu  zeigen, dass ich sowas kann.

Was sagt ihr zu den Fastwochen / 40 Tagen Fastenzeit? Motiviert sowas? Oder gar nicht? Ja/Nein/Ein bisschen?

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19. Februar 2012

abandoned farm II

Im November zeigte ich euch  bereits ein paar Eindrücke von dem verlassenen Bauernhaus, welches mein erstes 'abandonedplaces'-Fundstück war. Hier nun die zweite Bilderfuhr von restlichen Details, die sich immer wieder im Laufe der Zeit verändern.

Innenhof





Das Bärchen war irgendwie sehr gruselig, vor allem, wenn man sich umdreht und direkt vor ihm steht.

Schachmatt



Sternenraum 

 Verbaute und kaputte Türen

Ich kann übrigens die wärmeren Tage gar nicht mehr erwarten. Obwohl die Temperaturen mittlerweile im Plusbereich sind und alles taut, bin ich einfach ein Spätfrühlings-bis-Frühherbstmensch. Diese Matschtage, die jetzt herrschen, verbringe ich arbeitend oder für die Uni lernend/Sachen schreibend. Mein offiziell letztes Sommersemester steht mir bevor, ich kann das gar nicht glauben, dass das alles "bald" ein Ende haben wird. 
Ein Ende werden die abandonedplaces aber nicht haben, ich habe noch einen ganzen Ordner mit Fotos von einer Wohnung, die zwar nicht so besonders war - jedoch eine tolle Tapete hatte.



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17. Februar 2012

Apfelmusschnitte

Ich weiß, ich weiß, ich  bekenne mich schuldig! Es gibt schon wieder einen zuckersüßen YYY, aber auch nur deshalb, weil es der letzte bis zu Ostern sein wird (Fastenzeit, ich komme).
ABER: Dieser Kuchen ist es wert, allemal. Das Lob gebührt meiner Mama, die ihn gemacht hab, das Rezept hatte sie von einer Arbeitskollegin - zeitgleich habe ich mich an den Buttermilchkuchen gewagt. Die Apfelmusschnitte ist so fruchtig und schmackhaft, wie ein "Obst"-Kuchen sein soll. Hier für euch das Rezept, welches (ich verspreche es euch) wirklich nachahmenswert ist!

  

Zutaten
4 Eier
240g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
100 ml Öl
100 ml Wasser
240 g Mehl
1 EL Backpulver
Marillenmarmelade (= Aprikosenkonfitüre)
1,5 Packungen Biskotten
1 Glas 250g-350g Apfelmus
500ml Obers (Sahne)
Zimt

Eier (Dotter + Klar) trennen. Mit dem Vanillezucker und dem normalen Zucker schaumig rühren.
Wasser und Öl vermischen und langsam einrühren. Eiklar aufschlagen, bis es fest wird und abwechselnd mit dem Mehl unterheben. Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und 20 Minuten backen. Noch lauwarm mit der Marmelade bestreichen und mit Biskotten belegen. Apfelmus darüber streichen und einige Stunden (am besten über Nacht) ziehen lassen, sodass die Biskotten ganz weich werden. Den geschlagenene Obers darüber streichen und mit Zimt bestreuen.

  

  

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6. Februar 2012

Naokos Lächeln - H. Murakami

Naokos Lächeln. Nur eine Liebesgeschichte. 
Nur eine Liebesgeschichte?
Das. Und noch viel mehr.

Naokos Lächeln war das erste Buch, welches ich von Murakami gelesen habe. Begonnen hatte ich zwar mit Kafka am Strand, aber es gibt so Momente, da fängt man ein Buch an, klappt es auf und es fühlt sich nicht richtig an. Vielleicht kennt ihr das ja. So war es mit Kafka am Strand. Dann kam Naokos Lächeln und genau dieses eine Buch veränderte mein Leben. Okay, das klingt jetzt etwas drastisch, aber es veränderte etwas in mir, das werdet ihr noch lesen.  Ich kann es bis heute nicht richtig beschreiben, aber ich las es zum richtigen Augenblick, im richtigen Tempo, mit der richtigen Verfassung. Und so versuche ich das alles nochmals nach Jahren Revue passieren zu lassen, denn Naokos Lächeln darf bei „let’s talk about books“ einfach nicht fehlen.


Das sagt die Amazon-Inhaltsangabe, ich selbst werde wieder mal nur im Gefühlssuhl herumwühlen.

Der Protagonist (Toru) Watanabe glaubt, er sei ein Durchschnittsmensch mit Durchschnittsintellekt und Durchschnittskörper und merkt gar nicht, welche abstrusen Charaktere er um sich versammelt. Zum Beispiel Nagasawa, eine Art japanischer Casanova, der Nacht für Nacht losziehen muss, um Mädchen aufzureißen, während die schönste Frau zu Hause auf ihn wartet. Oder seine Kommilitonin Midori, die beide Eltern bis zum Krebstod pflegte und die sich nun nackt vor das Foto ihres Vaters setzt, um ihm zu zeigen, dass sie inzwischen eine Frau geworden ist. Midori würde sich nichts lieber wünschen, als dass Watanabe beim Onanieren an sie denke.
Die schöne Naoko dagegen hat andere Probleme. Sie versucht den frühen Tod ihres Freundes Kizuki loszuwerden. Beide sind zusammen aufgewachsen und haben alles gemeinsam gelebt. Es war nie eine Frage gewesen, mit einem anderen Menschen zu leben. Doch plötzlich hatte sich Kizuki umgebracht, und sie war übrig geblieben. Wie einen Staffelstab gibt sie ihr Schicksal an Watanabe weiter, der Naoko liebt.
Der Leser merkt bei allem sehr schnell, dass zwischen der Entscheidung, beim Onanieren an jemanden zu denken und miteinander das Leben zu verbringen, kein großer Unterschied besteht. Dass es immer nur darum geht, dass man sich in der Welt versichert und jemanden findet, der einem die eigene Existenz abnimmt.

Der Untertitel „Nur eine Liebesgeschichte“ klingt auf der einen Seite etwas banal, zu banal für dieses Genie namens Murakami, der mit seinen Worten Geschichten malt, surreale und oft kaum greifbare. Naokos Lächeln spielt im Gegensatz zu vielen anderen Werken jedoch hauptsächlich in der puren Realität. Vielleicht ist es deshalb noch schmerzlicher.

Liest man die Inhaltsangabe durch, neigt man vielleicht dazu, die Geschichte vorschnell abzustempeln; eine Dreiecksbeziehung vielleicht – denn Toru scheint Midori zu lieben, aber was bedeutet Liebe? Er scheint Naoko zu begehren, ebenfalls zu lieben. Doch wie gesagt, was bedeutet schon Liebe – vor allem, wenn zwei Mädchen so unterschiedlich wie Nacht und Tag sind. Die Geschichten laufen parallel zueinander ab, Midori scheint hier zu sein, wenn Toru Zuneigung braucht, die er von Naoko nicht bekommt.
Das Leben schreibt hier die Geschichte, Murakami ist darauf  bedacht, keine Geheimnisse zu machen. Man weiß Bescheid, wie die Charaktere empfinden, welche Probleme sie haben und wie verquer sie denken. Man spürt den Schmerz der Seelen, die Murakami hier wie mit feinen Pinselstrichen gezeichnet hat., strahlen ihn förmlich aus. Manchmal jedoch fiel ihm wohl das Wasserglas daneben um, - die Farben verschmierend, weglaufend – weglaufend vom Schmerz und den Gedanken. Toru und Midori verlaufend voneinander und Naoko verschwimmend in sich selbst. Auflösbar und nicht greifbar.

Naokos Lächeln erinnert mich an saftiggrüne Wiesen und Hügeln, die sich durch die Landschaft schmiegen. Die zu schön wirken um wahr zu sein. Wogende Grashalme, die von Tau benetzt sind, Naokos glühende Wangen, die von Tränen schimmern und Gleise, die staubig durch Städte führen. Lichter, die aufblinken und Musik, die aus alten Radiogeräten summt. Da alles in Japan spielt und ich (leider) noch nie in Japan war, geschweigedenn alles in den 70ern angesiedelt ist, konnte ich meine Fantasie frei und großzügig Vorstellungen malen lassen, mein Kopfkino spielte alle Szenen so wahnsinnig detailgetreu  nach - ich wusste wie Torus Studentenheim aussah, wie die Flaggen morgens immer gehisst wurden und wie Midori ihr Haar zur Seite streicht. Ihr schwarzes glattes Haar mit dem Bobschnitt und dem feinen Pony. Zumindest war es so in meinen Augen. 

Die Melancholie wabert in den Morgennebelschwaden durch den ganzen Roman. Man spürt den tiefen Schmerz der Personen, die sich gegenseitig so nahe sind und  gleichzeitig doch nicht berühren.
Sowohl Midori als auch Naoko haben etwas sehr Besonderes an sich. Beim Lesen sind sie zwar real, ich stellte mir sogar nach dem Lesen vor, wie es wäre, ihnen zu begegnen, was man sagen würde. Was man nie aussprechen würde. Aber umso länger man nachdenkt, fühlt es sich an, als wären es nur  Geschichten von hüllenlosen  Gestalten, an denen man kurz gestreift hat. Wie ein Traum, von dem man nicht mehr alles weiß. 
Nachdem ich noch mehrere Murakamibücher las, bemerkte ich, dass er mit der Figur der Frauen spielt. Er konstruiert kaum fassbare Figuren, die die surrealen Welten von ihm besiedeln. Sie haben alle etwas Mystisches an sich, etwas abgrundtief Trauriges, Verletzliches und dennoch werden sie auf ihre Art und Weise stark dargestellt. Die Erotik spielt in Murakamis Werken immer eine Rolle – auch in Naokos Lächeln – jedoch wird die sexuelle Ebene nicht unbedingt  nur als rein und schön dargestellt, sondern oft als aggressiv und merkwürdig.
Offen und ehrlich beschreibt Murakami ziemlich genau, was in Torus Sexleben vor sich geht. – Jedoch bezieht er hier nicht nur das Körperliche mit ein, immer wieder versetzt er sich in die Gefühlswelt der Charaktere. 

Da das Lesen des Romans gefühlte Ewigkeiten her ist, kopiere ich kurz etwas rein, was ich nach dem Lesen verfasst habe;

"Als ich gestern die letzte Seite des Buches verschlungen hatte und gleich darauf den Buchdeckel zuklappte, da liefen mir noch immer die Tränen über die Wangen, wie Sturzbäche, die nicht aufzuhalten waren. Dieses Gefühl war so stark, dass ich ängstlich befürchtete, mein Herz würde zerbersten oder mit einem Schlag aufhören zu ticken. Ich horchte in die Dunkelheit des Zimmers und erkannte mich kaum in der Spiegelung des dämmrigen Lichtes am Nachtisch. Die letzte Stunde war wie ein Katzensprung vergangen, die Zeilen hatte ich verschlungen, ich litt mit Toru und (Achtung Spoiler, nur markieren, wenn schon gelesen!):weinte um Naoko, freute mich für Midori und lächelte wegen Reiko. Noch nie in meinem ganzen Leben hat mich ein einziges Werk so sehr in seinen Bann gezogen, dass ich eine Stunde nach Beendigung des ersten Lesens das vorderste Kapitel aufschlug, um nochmals ein paar Absätze darin zu schmökern. Doch was gab mir in dem Moment rein gar nichts.
Diese Melancholie in den Sätzen, diese Einsamkeit zwischen den Zeilen, die man nicht überspringen konnte, diese unerschütterliche Liebe von allen Seiten und zum Schluss dieser Schmerz, der auch Gutes in sich barg. Noch heute im Zug dachte ich an sie, Naoko und an ihn, Toru und an all' diese wundersamen Menschen, die ich tief in mein Herz geschlossen hatte. Ich musste einfach mitfühlen, ich musste mich der Geschichte hingeben, so sehr, dass ich mir am Schluss schon schwer tat beim Lesen, da die Buchstaben ein einziges Meer aus schwarzen flimmernden und springenden Punkten waren. Wenn ich so nachdenke, finde ich es eigentlich merkwürdig. Alles daran. Dass ich mich so hingegeben habe, dass ich mich in diesem Buch verloren habe, dass ich seit Stunden an so viele grandiose, gefühlvolle Zeilen denke und einfach nicht aufhören kann, die Stimmen der Personen in meinem Kopf zu hören, wie sie klagen, weinen, lächeln, singen, lieben. Ich glaube genau das macht ein gutes Buch aus. Genau das lässt mich wachsen, innerlich, in meinem Schreiben, nach außen. Vielleicht genau deshalb, weil mich keiner verstehen wird, wieso ich fühle, wieso ich so sehr fühle."

Ja, wie fühlte ich? - An einer bestimmten Stelle des Romans zersprang alles in mir.  Wie ein paar Splitter, die aus dem Nichts kamen und sich durch den ganzen Körper zogen. Mein Innerstes zerfloss und es war etwas in mir passiert – das ein Buch ausgelöst hatte! – vielleicht, weil ich zu dieser Zeit emotional etwas angreifbar war. Mein Herz hing an Naoko, ich fühlte ein wenig wie sie und diese trauernde und dennoch starke und geheimnisvolle Gestalt wurde so etwas für mich, was ich sein wollte. Was in dem Sinne falsch klingt, denn ich dachte, sie konnte so tief fühlen, wie ich es auch gerne getan hätte. Und mit diesem blöden Gedankengang beschäftigte ich mich monatelang und wurde empfindlich und angreifbar dadurch. Wie gesagt, das Buch hat etwas gemacht, was noch keines schaffte. Ich verlor dadurch meine innere Stärke, die zu dieser Zeit sowieso etwas hinkte, verlor dadurch auch den Mut und im Endeffekt meine Beziehung, die ich damals hatte. Aber das ist ein anderes Kapitel, ich wollte es nur hier anmerken – nicht, dass ich einem Buch die Schuld geben würde, niemals – aber vielleicht lehrte es mich auch, wer ich wirklich war und im Nachhinein gesehen hätte mir nichts Besseres passieren können. Naokos Lächeln nahm mich an der Hand und führte mich durch unendliche Tiefphasen – Monate späte las ich es erneut – und wie auch immer das passierte, es war nicht mehr das Buch, welches ich zuvor gelesen hatte und ich war nicht der Mensch, der es einmal in der Hand hielt.

Ich las das Buch total anders, in einem anderen Kontext, mit anderen Gefühlen. Manchmal, da malt ein Autor ein Bild und wir interpretieren es. Hängen uns zu sehr rein und leben zu sehr in diesen Gedanken. Manchmal, da kramen wir dieses eine Bild nach Jahren raus und sehen etwas, was uns vorher verborgen geblieben war. Und das liegt daran, dass wir innerlich wachsen – und hätten wir das Bild nie in früheren Lebensphasen betrachtet, so wüssten wir auch nicht, welche Änderung in uns vor sich geht.


EDIT

5. Februar 2012

mandarine cake

Anfang Jänner gab es Anlass Geburtstag zu feiern und wir verarbeiteten die letzten Mandarinen, die sich ansammelten - langsam schmecken sie nämlich nicht mehr so gut, Hochphase ist so im November/Dezember/Jänner. Wer dennoch noch immer einen Vorrat an Mandarinen/Clementinen Zuhause hat und sie unbedingt verwerten will, soll es mit dieser Mandarinentorte tun! So saftig und frisch hat schon lange kein Kuchen mehr geschmeckt.
Da der Rand etwas bröselig aussah und die Torte generell nicht spektakulär, entschied ich mich fünfzehn Minuten, bevor die Gäste kamen, für eine lastminute-Tortendeko. 



Dazu braucht ihr einfach 2,5 Meter Satinband, das ihr 2x um die Torte vorsichtig wickelt und am Ende eine Schleife bindet. Für das Cakebunting habe ich aus Tapetenpapier (ihr könnt jedes beliebige Papier nehmen) Rauten ausgeschnitten. Diese in der Mitte zusammenfalten und  an ein Garn heften.  Die Spitzen sind noch ein wenig mit Klebstoff versehen, damit sie nicht so auseinanderstehen. Es würde bestimmt viel schöner aussehen, wenn die Farben zu 100% gepasst hätten, oder wenn ich die Rauten aneinandergenäht oder nur geklebt hätte - der Zeitmangel ließ mich aber zu dieser "Tackermaschine" greifen. Die Girlande wird auf zwei Schaschlikspießen befestigt und die beiden steckt ihr vorsichtig in die Torte. Fertig :) (Das Satinband kann man danach einfach waschen und wieder verwenden!)


Hier noch schnell das Rezept zur Torte. Achja, weil ich gefragt wurde, aus welchen Kochbüchern ich/wir kochen: Aus keinen, wenn nichts dazu angegeben ist. Wenn ich bei Rezepten darunter die Quelle angebe, ist es aus Kochbuch/Seite XYZ - meist noch abgeändert. Ansonsten mischen wir gerne Dinge zusammen, die wir schon mal hörten oder gut klingen :D Meeeistens wird es auch halbwegs gut, wirklich!

Für den "Boden" einen normalen Ölkuchen machen. (Springform war etwa 30 cm).
 4 Eier, 200 g Staubzucker (= Puderzucker in Deutschland), 1 Prise Salz, 1 P. Vanillezucker, abgeriebene Schale v. 1 Zitrone,  60 ml Öl,  60ml Wasser, 200 g Mehl, 1/2 P. Backpulver, 2 EL Rum.

Eier, Salz, Vanillezucker, abgeriebene Zitronenschale und 3/4 vom Staubzucker gut schaumig (mind. 10 Min.) schlagen. Öl langsam unter ständigem Rühren einlaufen lassen, Mehlmischung  (Mehl + Backpulver) mit restlichem Staubzucker vermischen, behutsam unterheben und zum Schluss den Rum zugeben. Backblech mit Öl + Brösel ausstreichen. Backofen auf 160° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und bei etwa 160-180 Grad ca. 35 Minuten backen. 


Den Kuchen auskühlen lassen, in der Mitte durchsäbeln und mit Johannisbeergelee dünn bestreichen. Außerdem noch eine dünne Schicht einer Topfenjoghurtcreme (Topfen = Quark in Deutschland) reinstreichen. Diese bestand aus 1 Packung Topfen (Quark) und 1 Becher Joghurt, verfeinert mit Staubzucker (Puderzucker) und Zitronensaft. Danach die zweite Ebene wieder drauf setzen und den Tortenring nochmals rüberstulpen. Oben den Rest der Topfenmischung dünn aufstreichen. Die Marillen (etwa 15 Stück) abschälen und von den gröberen Fasern befreien. Kreisförmig anordnen. Alles mit rotem Tortenguss übergießen. Fest werden lassen und den Ring wieder entfernen.

Anmerkung: Am besten sind relativ kernlose Mandarinen (das sind bei uns Clementinen in so Holzsteigen, die sind süßlich, haben kaum Fasergewebe und schön saftig - und eben fast kernlos. Ansonsten dei Kerne vorher entfernen oder gleich eingelegte Spalten nehmen.)

Seit Kurzem habe ich endlich Lightroom3 in meinem Besitz, dazu ein anderes Mal mehr - die Fotos sind noch mit Photoscape bearbeitet, ich bin gespannt, was sich vor allem im Weißabgleich, der hier gar nicht hinhaut, tun wird!

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3. Februar 2012

Tortellinisalat

Im Jänner hatte ich so  sehr Lust, mal etwas Gutes zur Uni  mitzunehmen, sodass meine Mama und ich an einem Tag den ganzen Gemüse- und Obstvorrat verkochten. So gab es am Ende den Tortellinisalat, frischen Obstsalat und Bananenmilch. (Ich bin süchtig nach selbstgemachter Bananenmilch; einfach Halbfettmilch und sehr reife Bananen pürieren, fertig.)
Der Tortellinisalat mochte mich leider nicht so sehr wie ich ihn (er war so köstlich), da er sich dezent verflüssigte und in meinem ganzen Rucksack hausen wollte, zumindest die Sauce. Dieser ist mittlerweile gewaschen, der Salat verputzt - die Lehre war mir: Bessere Transportutensilien verwenden und: ERNEUT KOCHEN!


 Tortellinisalat - 4-5 Portionen

1 Bund Stangensellerie
1 Paprika, rot
1 Paprika, orange, gelb, etc.
1 Bund Frühlingszwiebel
Cocktailtomaten, nach Bedarf
(150g mageren Schinken, nach Bedarf)
500g Tortellini (wir nahmen Ricotta-Spinat)
Gewürze: Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kräuter

Für das Dressing:
1/2 Becher Rahm (Saure Sahne)
1/2 Becher Naturjoghurt
1 Zitrone
Geraspelter Meerrettich (nicht zu viel, weil schärflich). 
2  EL Miracel Whip
1-2 TL Kerbel
1 EL Weißer Balsamico
(& noch Gewürze je nach Geschmack)

Die Tortellini nach Packungsangabe kochen, abtropfen und ein wenig auskühlen lassen. Das Gemüse waschen und fein schneiden, den Schinken ebenfalls in dünne Streifen schneiden und unter die verrührten Zutaten des Dressings heben, alles vorsichtig durchmischen. - Fertig.
Wie ihr seht, super schnell zubereitet und auch als Mahlzeit für die Arbeit perfekt zum Mitnehmen (wenn man ein gutes Gefäß hat).

EDIT
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