...und dann, dann gab es natürlich wieder Tage, an denen wir nicht still halten konnten und wollten, unsere Grenzen suchten und fanden und immer mehr erleben wollten. Wir, jung und schön, bereit, tagelang durchzufeiern. Die Füße eingestaubt unter uns. Die Farbe der Sandalen vom Schmutz nicht mehr identifizierbar. Der Klang der harten Gitarrenriffe vor uns, das Brechen der Pause durch eine sanfte Stimme.
Wir lernten Menschen kennen, von denen wir nichts wussten, nichts, als dass sie die Liebe zur Musik mit uns teilten. Diese Menschen schlossen wir vielleicht schneller als andere in unsere Herzen. Wer weiß... Wir aßen Teigwaren, die auf Hölzchen aufgespießt waren und von denen zuckersüßes, dickflüssiges Karamell in unsere Münder tropfte, eingerollte Crepes, die vor unseren Augen in einer Woge der Leidenschaft zum Beats der Chemical Brothers gemacht wurden, gefüllt mit dem puren Geschmack nach Weihnachten - Zimtzucker-Apfelmus. Wir hielten unsere Köpfe zusammen und malten uns Bettgeschichten mit dem gerade auftretenden lockigen Sänger aus, denn wieso nicht? Die Fantasie kennt oft keine Grenzen, kein Halt, der sie beendet, kein Stop, das einen in die Knie zwingt.
Wir sprangen über die wenigen Pfützen und die weiten Kieselmeere, allein in der Hoffnung, nie wieder landen zu müssen. Wir nippten von lauwarmen Getränken, malten uns rote Kusslippen auf und testeten an rauen Männerwangen wie kussecht oder kussfest sie wirklich waren.
Unsere Gemüter fanden keine Ernüchterung, sie wurden von Stunde zu Stunde mit mehr Eindrücken gefüttert. Unser Geist war vom Alkohol so aufgewirbelt, dass wir keine physischen Schmerzen spürten. Wir stapften stundenlang mit dem Bass synchron, die Füße taten kein bisschen weh, unsere Augen hielten den zuckenden Laserlichtern Stand, die über uns eine Decke bildeten. Die Wangen glühten nicht nur vom Tanzen, sondern auch von den Feuerfontänen, die vor uns plötzlich in die Luft gingen. Wir packten uns an den Händen und schrien so laut wie wir konnten - im Endeffekt hörte uns niemand. Befreit waren wir trotzdem. Wir hielten uns alle und Glitzerschaumregen sprühte auf unsere Köpfe, auf unsere Augenlider, auf unsere Nasenspitzen, in unsere Locken, in uns, auf uns, ein Meer aus Schwerelosigkeit.
Unsere Hände umklammerten einander und stießen zum Takt in die Höhe, in die Ferne. Wir schüttelten jede einzelne Faser unserer Körper durch, boxten uns durch die stoßende Menge, um näher an den Lautsprechern zu sein, die die Musik freigaben. Wir ließen uns auf dem Klangteppich der Beats treiben und genossen es, wie kräftig der DJ an der Tonleiter rüttelte.
Nichts um uns herum hatte einen Wert, der Sinn lag einzig und allein darin zu tanzen. Die roten Backen glühten voller Ekstase, als das Lieblingsstück endlich aufgelegt wurde. Wir bildeten einen Sturm von zuckendem Leben. Morgens, als die Sonne über uns auf ging, schleppten wir uns nach draußen, atmeten die frischeste Luft am Tag ein und wollten innerlich einfach kein Ende in Sicht haben.
Wir waren ein Teil dieser Menschen, sie waren ein Teil von uns, diese fremden Gesichter, die mit uns lachten, tanzten, dieses Wochenende verbrachten. Das Leben war ein einziges Fest.
BANDS / DJ-SETS
(Welche wir sahen)
Bands/DJs sind willkürlich der Homepage entnommen. Zum Großteil haben wir alle durchgehend gesehen, dennoch gab es ein paar Überschneidungen, wo wir die Zeit aufteilen (Interpol vs. Hurts), dann ein bisschen Foo Fighters, ein bisschen Chemical Brothers. Meine simple Bewertung:
Two door cinema club: +++, Kele: +++, The National: +, Interpol: +++, Hurts: +++, Kaiser Chiefs: ++, Kooks: ++, Panic! at the disco: - , Marner Brown: - , Effi: ~, The View: ++, The Kills: +, Crystal Fighters: ++, 3feetsmaller: kann ich nicht bewerten, haben wir nur angesehen beim Warten, Friendly Fires: +++, The Chemical Brothers: +++, TingTings: +, Rise Against: +++ (<3), Foo Fighters: +++ (habe ich nicht so viel gesehen), Feed me: +, Boys Noize: +++, Sonic Cubes: +, Bloody Beetroots: +++, Moonbootica: +++, John Digweed: +, Chace & Status: ++
Wie ihr seht, fand ich relativ viel gut bis sehr gut! Was es auch war!
Farbig markiert: Besondere Momente/Eindrücke/Tanzlaune/etc
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Für A., die am Samstag Geburtstag hatte, gab es einen Forever-Alone-Cake, den sie sich ausdrücklich gewünscht hatte, denn was sich A. von mir wünscht, bekommt sie auch. Meistens. (Für alle, die nicht wissen, was das ist: Googlet es einfach). Der Kuchen bestand aus Himbeeren und dunkler Schokolade, mit weißer Schokolade übergossen und wiederum mit dunkler Schokolade und blauem Zuckersirup bemalt. Bemalt? Korrekt. Pinsel und ein kleines Schüsselchen flüssige Schokolade und los kann's gehen!
Als Geschenk (siehe "schwebende Verpackung") bekam sie den Pixarfilm "Oben" (den Grund kennt sie), den wir Mittwochnacht noch gesehen haben. Taschentuchriesenbox (bekam sie gleich mit dazu) ist unbedingt vorzubereiten. Desweiteren gab es eine kleine Streichholzschachtel mit einem "selbstgemachten" Kinoticket für "Midnight in Paris". Das ganze Geschenk war eher spontan überlegt und zusammengestellt und unter dem Motto "Movie", tja. Es schien ihr aber gefallen zu haben, immerhin!
Meine Lieben, der August war sehr fotolastig, ich war auch kaum Zuhause beziehungsweise hatte ich wenig Zeit fürs Kochen/Backen/DIY'en. Wie es im September weitergeht steht noch ein wenig in den Sternen (ich schäume über vor Ideen!) - Die Tage setze ich mich mal an die Archive und das Layout derer, dh. es gibt bald eine bessere und aktualisierte Übersicht der DIY- und Kochbeiträge. Ich bereite auf alle Fälle auch noch inen Bearbeitungseintrag für Photoscape vor, dann gibt es noch die Fisheye Schweizbilder, einen Eintrag zu Maskenbildern und wahrscheinlich einen kleinen Blogflohmarkt.
Videos vom Nightpark auf Youtube (ohhh, ich will sofort zurück!):
Bloody Beetroots (bei Warp sind wir in den NP gekommen und es war ... es war wie auf dem Video! Ah!)
Boys Noize
Moonbootica (Feuerfontänen! Glitzerregen!!!)