Relativ spontan organisierte A² unsere zweite 'Mörderische Dinnerparty', diesmal sogar mit Vollbesetzung. Entschieden hat sie sich für das Spiel "Der Fluch der grünen Dame", welches zeittechnisch in den 50er Jahren angesiedelt ist. Wer noch nicht weiß, was es mit so einem Krimidinner auf sich hat, kann das HIER nachlesen (detaillierter Bericht und Fotos der 1. Party).
Ansonsten eine Kurzfassung: Die Erfinder dieses Spiels sagen über den Abend:
Ein Abend unter Freunden, Verwandten und Bekannten. Doch das Idyll trügt: Ein Mörder sitzt mit Ihnen zu Tisch! Jetzt gilt es, den Täter zu entlarven. Dabei helfen Dialogszenen, verborgene Indizien, verräterische Briefe, schockierende Fotos und geheime Dokumente. Und eine Stimme, die weitere Überraschungen parat hält. Ganz einfach wird die Sache nicht, denn jeder der Gäste hat ein dunkles Geheimnis...
Das Spiel ist also eine Art Rollenspiel mit vorgegebenen Dialogen aber auch viel Raum für eigenes Handeln. Am besten ist es, wenn man es mit extrovertierten Personen spielt, die alles dafür tun um sich gegenseitig den Mord nun in die Schuhe zu schieben. Authentizität ist ebenso wichtig. Ohne Verkleidung und einem dem Charakter entsprechenden Verhalten macht es nur halb so viel Spaß. Wir steigern uns da wohl alle immer etwas rein UND es lohnt sich!
& nun zum Fluch der grünen Dame!
Cornwall 1953: Castle Darkmore ist ein perfekter Platz, um einen Gruselfilm zu drehen. In dem alten Gemäuer gibt es jede Menge rostige Ritterrüstungen, quietschende Türen - und vor allem ein echtes Gespenst.
Im 16. Jahrhundert ist hier die hässliche Lady Darkmore zu Tode gestürzt, hinterhältig dahingemeuchelt von ihrem Ehemann, der sie aus dem Weg geräumt hat, um seine hübsche junge Geliebte heiraten zu können. Tödlich verwundet verfluchte sie das Haus und drohte allen Ehebrechern in seinen Mauern den Tod.
An einem eisigen Wintermorgen liegt der Regisseur und Drehbuchautor, Oscar Wilder, tot in seinem Bett. In seinem Zimmer finden sich auch deutlich Indizien dafür, dass er die Nacht mit einer Frau verbracht hat - die nicht seine Ehefrau war. Pikanterweise ist die Tür zu seinem Schlafzimmer jedoch von innen verschlossen. Und auf dem Brokatkleid der Lady, das im Schlossturm ausgestellt ist, finden sich Blutspuren...
Hat das eifersüchtige Gespenst den desportischen Regisseur erdolcht? Oder war es doch ein Mörder aus Fleisch und Blut?
War Helen Wirren, die Ehefrau Wilders, zu dieser Tat fähig? Oder hatte die Schauspielerin Shirley Hample einen guten Grund, Oscar aus dem Weg räumen zu wollen? Auch die Schlossbesitzerin Winnifred Darkmore scheint nicht ganz bei Verstand zu sein. Kann es sein, dass es die Anwärterin auf die Hauptrolle im Film, Schauspielerin Joan Crayford war? Oder war es doch Hudson, der Butler, der das Schloss in- und auswendig zu kennen scheint? (Hintere Reihe, v.l.n.r.)
Auch die Schauspieler Sean Pommery und Humphrey Bogwart, beides Konkurrenten, hatten so ihre Zwistigkeiten mit dem Regisseur. Und was steckt hinter der Maskerade des Maitre Charles, der für Wilder wie ein Maskottchen war? (Vordere Reihe, v.l.n.r.) - Kann es wirklich sein, dass nur der Fluch der grünen Dame erneut einen Ehebrecher dahingerafft hat? Wer weiß...
Das Essen war so wahnsinnig lecker! A² kochte uns als Vorspeise Räucherlachs-Meerrettich-Palatschinken mit Pilz-Tomaten-Käse-Salat, als Hauptspeise gab es Lasagne und als Nachspeise Heiße Liebe, die zum Reinknien war. Dazwischen füllte sie uns mit literweise Fruchtbowle und ‚umwerfend‘ gutem Pina Colada ab.
Impressionen
Kostenpunkt Spiel: 34,90 Euro über die Homepage
Über Amazon: knapp 31 Euro (31.07.11)
Personen: 6 - 8
Über Amazon: knapp 31 Euro (31.07.11)
Personen: 6 - 8
Möglichkeiten, eine Mörderische Dinnerparty zu erwerben (oder falls ihr mehr darüber wissen wollt, bzw. euch die anderen Fälle auch ansehen möchtet):
Fazit: Mir gefiel die Story dieses Spiels um einiges besser als die des London-Express'. Die Angaben der Aufgaben jeder Runde waren klarer strukturiert, die Schlüsse, die man ziehen konnte sinnvoller und die Geheimnisse der Charaktere exzellent. Lediglich der Aspekt des ‚Akzents‘ wurde vermisst, da man sich durch einen, sagen wir mal französischen/russischen/etc Akzent noch besser in den Charakter leben kann. Auch die Stimme des Detektivs (CD) war um einiges angenehmer gewählt als die des anderen Spiels. Alles in allem ein rundum gelungener Abend. Ich kann gar nicht mehr auf den nächsten warten (Halloween!)
Hat jemand von euch seit meiner ersten Party schon Erfahrungen damit gesammelt? Wenn ja, welches habt ihr versucht? Wie gefiel es euch? Wer möchte sowas versuchen?!









































